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Thilo
Spahl / Thomas Deichmann
Das populäre Lexikon der Gentechnik
Überraschende Fakten von Allergie über Killerkartoffeln bis
Zelltherapie
464 Seiten, geb. m. SU
Eichborn Verlag, www.eichborn.de
Frankfurt am Main, September 2001
ISBN 3-8218-1697-X
€ 24,90
Angst vor der Gentechnik-Revolution?
Eine Kapitelübersicht von Thilo Spahl und Thomas Deichmann.
Die
Gentechnik ist der Kern der modernen Biotechnologie, die Genforschung
die Basis der modernen Biowissenschaften. In neun Kapiteln auf ca. 400
Seiten zeigen wir an einer Vielzahl von Beispielen, wie mit den Methoden
der Gentechnik Erstaunliches erreicht werden kann und wie sich im Vergleich
dazu gentechnikfreie Alternativen in Hinblick auf Ökologie, Gesundheit
und Ressourcenschonung oft als weit unterlegen und damit auch schwer legitimierbar
erweisen. Jedes Kapitel wird mit einem eigenen Essay eingeleitet, in dem
die zentralen Schlussfolgerungen der Betrachtungen und die um die Kapitelthemen
kreisenden Debatten vorgestellt und bewertet werden. Anschließend
folgen Abschnitte zu konkreten Anwendungen und Fragestellungen.
1 EINLEITUNG
Die Evolutionsuhr tickt weiter
Hier stecken wir den politischen Rahmen des Buches ab und erläutern
überdies, wie wir persönlich zur Gentechnik stehen: Was ist
von den öffentlichen Diskussion um die Gentechnik zu halten? Warum
ist die Furcht vor den Biowissenschaften so verbreitet? Solche und andere
Fragen werden analytisch untersucht.
2 GRUNDLAGEN
Was man mit Genen alles machen kann
Es ist zweifelsohne so, dass die Gentechnik Vielen nicht geheuer ist,
weil die Materie nicht ganz einfach ist. Man kann die Gentechnik nicht
verstehen und schwerlich zu realistischen Einschätzungen ihres Potenzials
und ihrer Risiken kommen, ohne sich mit einigen Grundlagen vertraut gemacht
zu haben. Hierzu dient dieses Kapitel. Wir haben uns redlich bemüht,
die Themen möglichst anschaulich und leicht verständlich darzustellen.
In separaten Abschnitten werden nach einem einleitenden Essay folgende
Themen behandelt:
Antikörpertechnologien, Biochips, Bioelektronik, Bioinformatik,
Bioremediation, Genetischer Fingerabdruck, Gentests, Gentherapie, Impfung,
Klonen, Nanobiotechnologie, Pharmakogenomik, Rekombinante Medikamente,
Reprogenetik, Stammzelltherapie, Therapeutisches Klonen, Tiermodelle,
Tissue Engineering - Gewebezüchtung, Transgene Technologien, Transplantationen.
3 LANDWIRTSCHAFT
Vom Ende der gentechnikfreien Ernährung
Die Grüne Gentechnik umfasst hauptsächlich die Entwicklung verbesserter
Nutzpflanzen für die Landwirtschaft. Hier widmen wir uns den grundlegenden
Technologien dieses Forschungsgebiets und beschreiben die gentechnisch
angestrebten Verbesserungen der bedeutendsten Nahrungspflanzen. Besonderes
Augenmerk gilt in diesem Kapitel den Technologien und Pflanzen, die für
Entwicklungsländer relevant sind. In einem gesonderten Abschnitt
gehen wir auch auf die Frage ein, ob die Grüne Gentechnik die Welternährung
sichern kann. Folgende Anwendungsgebiete werden behandelt:
Bananen, Chili, Gesunde Kühe, Mais, Papaya, Raps,
Reis, Sojabohnen, Süßkartoffeln, Welternährung, Zitrusfrüchte.
4 LEBENSMITTEL
Neue Allianzen an der "Genfood-Front"
Wir zeigen in diesem Kapitel die Möglichkeiten, mit Hilfe der Gentechnik
neue Lebensmittel herzustellen. Sie können sich hier z.B. darüber
informieren, warum deutsches Bier bis auf weiteres ohne Gentechnik auskommen
muss oder weshalb Sie mit Sicherheit davon ausgehen dürfen, selbst
schon massenhaft mit der Gentechnik in Berührung gekommen zu sein.
Nach der Einführung geht es konkret um:
Bier, Biosensoren, Belegte Brote, Fisch, Hamburger, Hühner,
Kaffee, Karotten, Kartoffeln, Kochschinken, Kohl, Kuhmilch, Salat, Tomaten,
Wein.
5 MEDIZIN
Neue Möglichkeiten in Prävention, Diagnose und Heilung
Unter Roter Gentechnik versteht man die Anwendungen der Biowissenschaften
für die medizinische Prävention und Therapie. Über diesen
umfangreichen Forschungsbereich können Sie sich in diesem Kapitel
informieren. Hier werden nicht nur die Chancen vorgestellt, Krebs- und
Viruserkrankungen wie Aids, Grippe oder Kinderlähmung zu begegnen.
Sie können auch nachlesen, welche neuen Möglichkeiten sich auftun,
Karies und Glatzenbildung zu vermeiden oder was gegen Prionenkrankheiten
wie Creutzfeld-Jakob unternommen werden kann. Die einzelnen Abschnitte
sind überschrieben mit:
Alzheimer und Parkinson, Allergien, Autoimmunerkrankungen,
Bakterieninfektionen: Pest - Tuberkulose - Cholera, Blindheit, Diabetes,
Erbkrankheiten, Haut und Haare, Herzinfarkt, Karies, Knochenbrüche
- Osteoporose - Gelenkschäden, Krebs, Malaria, Prionenkrankheiten:
BSE - CJK, Psychosomatische Erkrankungen, Querschnittslähmung, Schlangenbisse,
Virusinfektionen: AIDS - Grippe - Pocken - Kinderlähmung - Masern
- Ross River.
6 MISSBRAUCH UND RISIKO
Technik kann missbräuchlich genutzt werden. Gentechnik ist Technik
Am umfangreichsten ist das Kapitel über die Risiken und Missbrauchspotenziale,
die mit der Entwicklung der Gentechnik einhergehen. So geht es im einleitenden
Essay auch um die Frage, ob eine umfassende Kennzeichnungspflicht gentechnisch
erzeugter Produkte sinnvoll ist. Im Einzelnen behandeln wir auch die Möglichkeiten,
die Gentechnik missbräuchlich einzusetzen - also mit dem Ziel, Menschen
Schaden zuzufügen. Die Unterscheidung zwischen Risiko und Missbrauch
erscheint uns in diesem Kapitel als sehr wichtig. Beim Missbrauch herrscht
eine negative Absicht bei der Anwendung einer Technik vor. Als Risiken
betrachten wir hingegen die nicht gewünschten Folgen und Nebenwirkungen
neuer Technologien.
Allergien durch "Genfood", Antibiotikaresistenz,
Artensterben durch Grüne Gentechnik, Biodoping, Bioinvasion, Biopiraterie,
Ethnobomben, Fehlfarben, Gift im "Genfood", Gläserne Menschen,
Killerkartoffeln, Killerviren, Nebenwirkungen von "Gen-Medizin",
Neue Drogen, Paranuss-Allergien, Pollenflug von Gentech-Pflanzen, Resistente
Superinsekten, Schmetterlingssterben -- Monarchfalter, StarLink-"verseuchte"
Kartoffelchips, Superunkraut, Terminator auf dem Acker, Übertretung
der Artengrenzen.
7 KULTUR UND MORAL
Gentechnik bereichert das Feuilleton
Bei den breit diskutierten gesellschaftlichen Risiken geht es häufig
um die Bedrohung ideeller Werte und Weltanschauungen. Solche Befürchtungen
schienen uns besser in einem eigenen Kapitel aufgehoben. Darin behandeln
wir Anwendungen der Gentechnik, die unsere Lebensgewohnheiten und Moralvorstellungen
tangieren, also Anwendungen in einem sozialen, kulturellen Kontext. Das
Kapitel beinhaltet Abschnitte über:
Bedrohte Tierarten, Bio-Apartheid, Designerbabys, Embryonenforschung,
Eugenik, Gen-Diebstahl, Identifikation von Vätern, Mördern und
kurzsichtigen Hunden, Intelligentere Menschen?, Kunst, Menschenklonen,
Molekulare Geheimschrift, Patente auf Leben, Schönere Menschen?,
Tierversuche, Unsterbliche Haustiere.
8 EVOLUTION
Ausblick in ferne Galaxien
Gegen Ende des Buches stellen wir futuristische, aber durchaus reale Forschungsbereiche
der modernen Biowissenschaften vor, z.B. Bestrebungen, ganz neue, künstliche
Gene herzustellen, statt wie bislang nur auf die in der Natur auffindbaren
zurückzugreifen. Dieses Kapitel verdeutlicht: Die Evolutionsuhr tickt
unaufhörlich weiter.
Cyborgs, Künstliche Ökosysteme, Mensch-Tier-Mischwesen,
Neue Gene, Das Universum, Unsterblichkeit.
9 ANHANG
Hier finden Sie ein Abkürzungs- und ein detailliertes Stichwortverzeichnis,
dazu nützliche Internetadressen und ausgesuchte Literaturtipps -
beides finden Sie mit Ergänzungen auch in der Rubrik
LifeScience auf dieser Website.
Jetzt wünschen wir Ihnen viel Spaß bei der Lektüre unseres
Buches. Wer uns dazu schreiben möchte, kann uns über folgende
eMail-Adresse erreichen: spahl-deichmann@web.de.
Für Fragen und Anregungen zu Novo und dieser Website nutzen Sie bitte
das Kontaktformular der Redaktion.
Berlin
& Frankfurt, Juli 2001
Thilo Spahl & Thomas Deichmann
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