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und Internetseiten finden sich im Populären
Lexikon der Gentechnik am Ende der jeweiligen Abschnitte.
Literaturtipps
Bruce
Alberts / Dennis Bray / Julian Lewis u.a.:
Lehrbuch
der Molekularen Zellbiologie
WILEY-VCH Verlag, Weinheim1999, (Tb), DM 107,57
"Der kleine Alberts" ist eine für Studenten geschriebene
Einführung in die molekulare Zellbiologie. Sie verlangt dem Laien
einiges ab. Der Stoff ist aber ausgezeichnet aufbereitet und das Buch
eignet sich für all jene, die es nicht schaffen, es von vorne bis
hinten durchzuarbeiten, als Nachschlagewerk, das man immer dann zur Hand
nimmt, wenn man mal ganz genau wissen will, was die Gene in der Zelle
eigentlich so treiben.
Erwin
Beck (Hrsg.):
Faszination
Lebenswissenschaften
WILEY-VCH Verlag, Weinheim 2001, 300 S. (geb.),
€ 22,90/DM 44,79
Beeinflusst unser Verhalten die Gesundheit? Liegt unser Schicksal in den
Genen? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es in diesem reich bebilderten
Buch. In 15 Beiträgen erzählen Biologen Wissenswertes aus den
verschiedenen Disziplinen der Biologie. In leicht verständlicher
Weise werden die Meilensteine der Forschung, aber auch die Chancen und
Risiken erklärt. Die Bandbreite erstreckt sich von Pflanzenwissenschaften,
der Zoologie und Parasitologie bis hin zur Genetik, Entwicklungsbiologie
und Mikrobiologie.
Richard
Dawkins:
Das
egoistische Gen
Rowohlt Verlag, Reinbek 1996, 554 S. (Tb), DM 24,90
(die engl. Originalausgabe erschien 1976)
Dawkins ist die Leitfigur des modernen Darwinismus und gleichzeitig ein
so ausgezeichneter Autor und Redner, dass er mittlerweile eine Professur
für "Public Understanding of Science" inne hat. Wer verstehen
will, was Evolution bedeutet, der muss Dawkins lesen. Bei der Lektüre
darf man jedoch zweierlei nicht vergessen. Erstens: Dawkins schreibt über
das Verhalten von Tieren, nicht über Menschen. Und zweitens: Das
egoistische Gen ist eine Metapher.
Claudia
Eberhard-Metzger:
Die
Gene
WAS IST WAS, Bd.111,
Tesslof Verlag, Nürnberg 2001, 48 S. (geb.), DM 16,80
Die Autorin führt anschaulich und sachkundig durch die Welt der Gene.
Sie erklärt grundlegend, wie Gentechnik funktioniert und was die
Forscher in den weltweiten Labors erreichen möchten. Fotos und Schaubilder
erleichtern das Verständnis. WAS IST WAS ist eine Sachbuchreihe für
Kinder und Jugendliche. Aber mit diesem Band können auch Erwachsene
nachholen, was ihnen der Biologieunterricht vor ein paar Jahren noch gar
nicht bieten konnte. Claudia Eberhard-Metzger ist Wissenschaftsjournalistin
und Autorin weiterer lesenswerter Bücher zur Gentechnik.
Hans
Günter Gassen / Michael Kemme:
Gentechnik.
Wachstumsbranche der Zukunft
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt 1996, 371 S. (Tb.), DM 24,90
Dieses Buch ist eine sehr gute Einführung in die Gentechnik und ihre
Anwendungen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Es zeigt jedoch
auch, dass die fünf Jahre, die seit Erscheinen vergangen sind, in
der Biotechnologie eine lange Zeit sind. Vieles, was heute einen zentralen
Platz in der öffentlichen Debatte hat, war 1996 allenfalls in Ansätzen
zu sehen. Die Welt hatte noch nichts von Dolly gehört und das menschliche
Genom war gerade einmal zu 0,6 Prozent entschlüsselt. Für eine
soliden Einstieg in Grundlagen, Methoden und Fragestellungen der Gentechnik
ist das Buch dennoch auch heute noch zu empfehlen.
Frank
Kempken / Renate Kempken:
Gentechnik
bei Pflanzen. Chancen und Risiken
Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 2000, 245 Seiten (brosch.),
DM 35,91
Wer die Methoden der traditionellen Pflanzenzucht und die Grüne Gentechnik
eingehender studieren möchte, der findet in diesem übersichtlich
gestalteten wissenschaftlichen Fachbuch die dafür notwendigen Informationen.
Es richtet sich an Studenten, Lehrer, Oberstufenschüler und interessierte
Laien. Frank Kempken ist Botaniker an der Ruhr-Universität in Bochum,
Renate Kempken ist im Bereich der pharmazeutischen Qualitätssicherung
tätig.
Klaus
M. Leisinger:
Biotechnologie, Ernährungssicherheit und Politik. Zur "Politischen
Ökonomie" der Landwirtschaftlichen Biotechnologie für Entwicklungsländer
Novartis-Stiftung
für Nachhaltige Entwicklung, Basel (Schweiz) 2001, ISBN 3-9806596-2-3,
134 S., DM 24,90
Der Autor ist Wissenschaftler der Entwicklungssoziologie an der Universität
Basel. Er bewertet auf Grundlage seiner 20-jährigen theoretischen
Arbeit und praktischen Erfahrungen in Afrika, Asien und Lateinamerika
den im Buchtitel angesprochenen Themenkomplex. Er plädiert für
eine Versachlichung des öffentlichen Diskurses und für die Nutzung
der modernen Biowissenschaften als Voraussetzung für die Verbesserung
der Ernährungslage in Entwicklungsländern.
Kenan
Malik:
Man,
Beast and Zombie. What Science can and cannot tell us about Human Nature
Verlag Weidenfeld & Nicolson, London 2000, 480 S. (geb.), DM 66,01
Das Buch könnte auch heißen "Mensch, Tier und Maschine".
Es bietet eine überzeugende Kritik der Menschenbilder, die im Rahmen
der wissenschaftlichen Entwicklungen in der Evolutions- und Genforschung
einerseits und den Kognitionswissenschaften - insbesondere der Forschung
zur künstlichen Intelligenz - andererseits an Bedeutung gewonnen
haben. Malik zeigt, dass der Mensch weder durch seine Biologie determiniert
ist noch als Maschine nachgebaut werden kann. Er stellt in einer ausgezeichneten
historischen und wissenschaftstheoretischen Analyse dem erneuerten Darwinismus
einen ebenfalls erneuerten Humanismus mit einem nicht-reduktionistischen,
aber dennoch materialistischen Menschenbild zur Seite.
Belinda
Martineau:
First
Fruit. The Creation of the Flavr Savr Tomato and the Birth of Biotech
Food
McGraw-Hill, New York 2001, 269 S. (geb.), DM 59,38
Was hat man nicht schon alles über die berühmte Anti-Matsch-Tomate
gehört? Hier ist die ganze Geschichte von Aufstieg und Fall jener
saftig-süssen Tomate, geschrieben von einer Insiderin, der Genetikerin
Belinda Martineau, die bei der Firma Calgene an der ersten genetisch veränderten
Frucht gearbeitet hat, die je auf den Markt gekommen ist.
A.
M. Raem / R. W. Braun / H. Fenger u.a. (Hrsg.):
GenMedizin.
Eine Bestandsaufnahme
Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 2000, 805 S. (geb.), DM 169,90
Kein Fachbuch, aber ein Buch, das auf über 800 Seiten wirklich tief
in die Materie eindringt. Die 38 Kapitel sind von führenden Wissenschaftlern
geschrieben. Neben den Grundlagen der Gen-Medizin und exemplarischer Darstellung
wichtiger Anwendungen in Therapie, Diagnostik und Ernährung werden
auch rechtliche und ethische Aspekte erörtert.
Matt
Ridley:
Alphabet
des Lebens. Die Geschichte des menschlichen Genoms
Claassen Verlag, München 2000, 423 S. (geb.), DM 41,07
(die engl. Originalausgabe erschien 1999)
Ein spannendes Buch, dessen 23 Kapitel sich jeweils Genen auf den 23 Chromosomenpaaren
des Menschen widmen. Dem Wissenschaftsjournalisten gelingt, woran Forscher
regelmäßig scheitern: Er liefert eine Lesehilfe für das
"Buch des Lebens", das aus diesem sprödesten aller Texte,
der nur aus der endlosen Abfolge der Buchstaben A, C, T und G besteht,
einen unterhaltsamen Roman über Geschichte, Krankheit, Familie, Schicksal,
Sex, Politik, Gott und die Welt und bleibt dennoch bei aller Leichtigkeit
wissenschaftlich fundiert.
Erwin
Schrödinger:
Was
ist Leben? Die lebende Zelle mit den Augen des Physikers betrachtet
Piper Verlag, München 1999, 156 S. (Tb.), DM 17,90
(die engl. Originalausgabe erschien 1944)
Dieser schmale Band des Nobelpreisträgers Schrödinger gilt als
einer der Basistexte der Molekularbiologie. Schrödinger beschreibt
den Prozess der Vererbung in seinen Grundzügen. Das Buch hatte großen
Einfluss auf die noch junge Gemeinde der Genforscher und trug dazu bei,
dass schon sieben Jahre nach seinem Erscheinen Watson und Crick die Struktur
der DNA und den tatsächlichen Vererbungsmechanismus beschrieben.
Lee
M. Silver:
Das geklonte Paradies.
Künstliche Zeugung und Lebensdesign im neuen Jahrtausend
Droemer Verlag, München 1998, 395 S. (geb.), DM 46,90
(die amerik. Originalausgabe erschien 1997)
Lee Silver behandelt in provozierender Tabulosigkeit den wohl brisantesten
Bereich der Biowissenschaft, nämlich die Techniken zum Eingriff in
das menschliche Genom während der Reproduktion. Er schreibt über
eine Zukunft, in der Designer-Babys nichts Ungewöhnliches mehr sind
und die Menschheit sich schließlich in verschiedene Spezies aufspaltet.
Aber er zeichnet diese Zukunft nicht als Schreckensszenario, sondern ohne
jede Emotionalisierung und mit einigermaßen gefestigter Zuversicht,
dass es den Menschen gelingen wird, die neuen technischen Errungenschaften
sinnvoll und verantwortungsvoll einzusetzen.
Peter
Sitte (Hrsg.):
Jahrhundertwissenschaft
Biologie. Die großen Themen
Verlag C. H. Beck, München 1999, 452 S. (geb.), DM 57,99
Sammelband, in dem Wissenschaftler in gut verständlichen Übersichtsartikeln
das Feld der Biologie abstecken, die als Wissenschaft in den letzten Jahren
so enorm an Bedeutung gewonnen hat. Die Kapitel behandeln Evolution, Zellbiologie,
Immunologie, Krankheitserreger, Medizin, Verhaltensbiologie, soziokulturelle
Evolution, Hirnforschung, Entwicklungsbiologie, Altern und Tod, Ökologie,
Bionik, Biotechnologie sowie Biophilosophie und Bioästhetik.
James
D. Watson:
Die
Doppelhelix
Rowohlt Verlag, Reinbek 1997, 224 S. (Tb.), DM 14,90
(die engl. Originalausgabe erschien 1968)
James D. Watson beschreibt im Rückblick, wie es so zuging in jener
Zeit, als er und sein Mitstreiter Francis Crick der Struktur des Erbguts
auf der Spur waren und schließlich die berühmte Doppelhelix
entdeckten. Das Buch ist kein Wissenschaftsbuch. Es ist eine Art unrespektierliches
Tagebuch eines jungen Wissenschaftlers, der - noch nicht einmal 25 Jahre
alt und nach eigenen Angaben ein ziemlicher Dilettant - dem Nobelpreis
nachjagt und die Entdeckung macht, die ihm zehn Jahre später denselben
wirklich bringt. Kostprobe: "Die meiste Zeit verbrachte ich damit,
dass ich in den Straßen spazieren ging oder Zeitschriftenartikel
aus den frühen Tagen der Genetik las. Manchmal träumte ich mit
offenen Augen, ich hätte das Geheimnis der Gene entdeckt, aber niemals
hatte ich auch nur den Anflug von einer vernünftigen Idee; so war
es schwer, dem beunruhigenden Gedanken auszuweichen, dass ich im Grunde
gar nichts tat."
Ian
Wilmut / Keith Campbell / Colin Tudge:
Dolly.
Der Aufbruch ins biotechnische Zeitalter
Carl Hanser Verlag, München 2001, 384 S. (geb.), DM 49,80
Ian Wilmut ist der wissenschaftliche Vater der geklonten Dolly, des Schafes,
das die Welt veränderte. Im Buch erzählt er nicht nur die Geschichte
von Dolly und bietet damit einen überaus anschaulichen Einblick in
die Welt der Forschungslabors, die den meisten von uns ganz fremd geblieben
ist. Nebenbei führen er und seine Co-Autoren auch in die Grundlagen
der Gentechnik ein. Wer mehr über die "Wissenschaft vom Klonen"
lernen möchte, um zu erkennen, dass es hier um weit mehr geht als
um eine abstruse Idee skurriler Forscher, sollte auf die Lektüre
dieses Buches nicht verzichten.
Ernst-Ludwig
Winnacker:
Das Genom. Möglichkeiten
und Grenzen der Genforschung
Eichborn Verlag, Frankfurt (Main) 1996, 168 S. (geb.), DM 28
Ernst-Ludwig Winnacker gehört zu den führenden Genforschern
Deutschlands. Er ist Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft
(DFG) und Mitglied des Nationalen Ethikrats. Sein 1996 erschienenes und
nur noch schwer erhältliches Buch ist zwar durch die rasanten Entwicklungen
in der Genforschung zum Teil nicht mehr auf dem neusten Stand. Lesenswert
ist es dennoch, denn es vermittelt umfassend und verständlich anhand
konkreter Beispiele die wissenschaftlichen Grundlagen der modernen Biowissenschaften.
Winnackers Anliegen (und sein anhaltendes Bemühen), eine "weniger
emotionale, sachlichere öffentliche Diskussion über unsere gentechnische
Zukunft anzuregen", hat an Aktualität nichts eingebüßt.
Webtipps
Als
Einstiegsportal für die Recherche zum Thema Gentechnik im Lebensmittelbereich
empfehlen wir das Informationssystem TransGen. Es versteht sich als unparteiischer
Informationsanbieter, sein Träger ist der Bundesverband Verbraucher
Initiative e.V. in Berlin. Behandelt werden neben den konkreten Anwendungen
die Themen Recht, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Außerdem gibt es
eine umfangreiche Datenbank, die Möglichkeit, einen Newsletter zu
abonnieren, und etliche Links zu anderen Informationsportalen, Regierungsstellen,
Forschungseinrichtungen und Interessenverbänden im In- und Ausland:
TransGen: www.transgen.de
Weitere
deutschsprachige Biotechnologie-Portale, die eine Fülle von nützlichen
Informationen und Recherchetipps bieten, sind:
Informationssekretariat
Biotechnologie: www.i-s-b.org
BioScope: www.bio-scope.com
BioLinx: www.biolinx.de
Internutrition: www.internutrition.ch
LifeGen: www.lifegen.de
LifeScience: www.lifescience.de
Eine
umfangreiche Zusammenstellung von Material zur Genomforschung mit
täglichen News liefert "Genomics: A global resource" vom
US-Verband der Pharmazeutischen Industrie (PhRMA). Sowohl allgemein verständliche
als auch wissenschaftliche Informationen zum aktuellen Stand der Humangenomforschung
gibt es auf den Seiten des Deutschen Humangenomprojekts (DHGP).
Genomics: A global resource:
http://genomics.phrma.org
(englisch)
DHGP: www.dhgp.de
Versierte
Kritiker und Gegner der Gentechnik findet man im Internet unter:
Öko-Institut: www.oeko.de
Greenpeace Deutschland: www.greenpeace.de
Gen-ethisches Netzwerk:
www.gen-ethisches-netzwerk.de
Friends of the Earth: www.foeeurope.org
Unterschiedliche
Serviceleistungen und Angebote zum Thema Gentechnik bieten die großen
Wissenschafts- und Gesundheitsmagazine:
Ärzte Zeitung: www.aerztezeitung.de
Bild der Wissenschaft: www.wissenschaft.de
Netdoktor: www.netdoktor.de
Spektrum der Wissenschaft: www.spektrum.de
New Scientist: www.newscientist.com
(englisch)
Lesenswerte
und nicht gerade alltägliche Analysen und Hintergrundberichte zu
den modernen Biowissenschaften finden sich regelmäßig auch
hier:
Telepolis: www.telepolis.de
Novo: www.novo-magazin.de
Sp!ked Online: www.spiked-online.com
(englisch)
Und
wer einmal kein Lexikon oder Glossar zur Hand hat und Fachbegriffe nachschlagen
möchte, für den gibt es:
Wissen.de: www.wissen.de
Xipolis.net: www.mr-check.de
Encyclopaedia Britannica:
www.britannica.com
(englisch)
Glossary of biotechnology terms: www.biotechterms.org
(englisch)
Wer
Gentechnik lernen möchte, erhält im "Genetic Science Learning
Center" modernen Biologieunterricht im Internet mit didaktischer
sehr gut dargestellter Einführung in die Gentechnik und vielen Experimenten
zum Selbermachen:
Genetic Science Learning Center:
http://gslc.genetics.utah.edu
(englisch)
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