
Aktuell
Neues von und über NOVO
LifeScience
bei NOVO
Lesetipps, Links und eine Zeittafel der Biowissenschaften
Das aktuelle NOVO
Inhalt und Leseproben
Dafür steht NOVO
... Wir bieten Argumente für den Fortschritt und stehen für Freiheit, Vernunft und Humanismus..."
Wer liest NOVO
und warum
Ein paar Worte über NOVO von prominenten Lesern und Anhängern
Archiv
Artikel aus früheren NOVO-Ausgaben
Kontakt
NOVO-Kontaktadresse, Impressum etc.
NOVO bestellen
Die neueste Ausgabe gegen Rechnung
NOVO abonnieren
Online abonnieren - bequem und schnell
NOVO Infoletter
Infos über Aktualisierungen der Website und Neuigkeiten rund um NOVO
- kostenlos per E-Mail
ITN vs. LM
Informationen und Links über den Prozess des britischen Nachrichtensenders
ITN gegen die Zeitschrift LM
 |
bestellen
>>
Detlev
Ganten / Thomas Deichmann / Thilo Spahl
Leben, Natur, Wissenschaft
Alles, was man wissen muß
Hardcover mit SU, ca. 600 S, zahlr. Abbildungen
Eichborn Verlag, www.eichborn.de
Frankfurt am Main, Oktober 2003
ISBN 3821839813
€ 24,90
Kapitelübersicht
EINLEITUNG
Anmerkungen zum Leben, zur Natur und zu den Wissenschaften sowie deren
Bedeutung für die Gesellschaft
In der Einleitung fragen wir uns, welche Bedeutung das Erforschen der
Natur, das kritische Nachdenken über das Leben und über die
Fortschritte in den Naturwissenschaften für unsere Gesellschaft und
für unser tägliches Leben hat. Wir kommen zu dem Schluss, dass
Wissenschaft unseren Alltag durchdringt, ohne dass viele sich dessen bewusst
werden, und dass die Konsequenzen der Forschungsergebnisse groß
sind und weiter wachsen.
Unsere Zukunft wird in hohem Maße davon abhängen, ob nur wenige
Experten darüber informiert sind und die Weichen stellen, oder ob
viele von uns über das Rüstzeug für eine kritisch nachfragende,
informierte, das heißt wissenschaftliche Weltsicht verfügen.
Alle Menschen haben einen forschenden Blick und einen kritischen Geist,
sind also grundsätzlich in der Lage, sich mit naturwissenschaftlichen
Fragestellungen auseinander zu setzen. Doch die Einheit von Kultur und
Wissenschaft ist brüchig geworden, und die intellektuelle Debatte
über die Zukunft leidet unter dem Auseinanderfallen. Wir plädieren
daher für die Rückbesinnung auf das umfassende Bildungsideal
der Aufklärung und für eine Pflicht zum Optimismus bei der Gestaltung
unserer gemeinsamen Zukunft.
1.
DIE ENTFALTUNG DES LEBENS
Evolution; Mikroorganismen; Pflanzen; Tiere; Pilze
Vor fast vier Milliarden Jahren begann sich in den urzeitlichen Ozeanen
erstes Leben zu regen. Seitdem herrschen ständiges Entstehen und
Vergehen. Es geht beileibe nicht ständig bergauf, aber das Leben
auf der Erde wird immer vielfältiger. Wie alles begann, werden wir
vielleicht nie mit Sicherheit wissen. Wie es in den letzten 3,5 Milliarden
Jahren weiter ging, ist jedoch mittlerweile recht gut bekannt. Die Theorie
der natürlichen Auslese beschreibt, welchen Gesetzen die Entfaltung
des Lebens folgt und bildet einen der Stützpfeiler unseres heutigen
Weltbilds. Die Welt ist nicht statisch, sondern dynamisch. Paläontologen
und Genetiker haben die Entwicklung des Lebens aus Fossilien und dem Vergleich
des Erbguts rekonstruiert; sie haben beschrieben, wie aus einigen Fischen
vor 400 Millionen Jahren Lurche und wie aus einigen Affen vor zwei Millionen
Jahren Menschen wurden.
Wir geben einen Überblick über die Ursprünge des Lebens
auf der Erde, über Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen, gestern
und heute. Wir zeichnen nach, wie die Wissenschaft immer tiefere Einblicke
gewinnt in die elementaren Vorgänge des Lebens: mikroskopisch und
molekular in das Innere einer Zelle und ins Genom; makroskopisch in die
umfassenden ökologischen Zusammenhänge der verwobenen Lebensgemeinschaften
auf dieser Erde. Wir zeigen, was der Mensch von der Natur lernen kann,
und wie er mit der Genomforschung begonnen hat, im Buch des Lebens zu
lesen und auch zu schreiben.
2.
UNSER LEBENSRAUM
Die Entstehung unseres Planeten; Das Erdinnere; Die Kontinente; Die
Ozeane; Die Atmosphäre; Naturkatastrophen; Natürliche Ressourcen
Der Planet Erde ist der einzige uns bisher bekannte Lebensraum im Universum.
Wir beschreiben, wie er entstanden ist, wie er sich gemeinsam mit dem
Leben ständig verändert und wie er in ferner Zukunft wieder
zu kosmischem Staub zerfallen wird. Wir schauen zurück auf alte historische
Versuche, dem Erdgeschehen Sinn zu geben, bevor man erkannte, dass alle
natürlichen Vorgänge auf der Erde - ob Regen, Sturm, Erdbeben
oder Vulkanausbrüche - wie in einem lebenden Organismus zusammenhängen
und bevor man zu erforschen begann, wie dieses komplexe Wechselspiel einschließlich
der dramatischen Naturkatastrophen den Fortbestand des Lebens erst ermöglicht.
Wir zeigen, wie die Erkundung und technische Nutzung der natürlichen
Ressourcen die menschliche Kultur und unseren Alltag in wenigen Jahrhunderten
grundsätzlich verwandelte. Alles, was wir heute nutzen, gewinnen
wir aus der obersten Schicht der Erdkruste, die zum größten
Teil von Meeren bedeckt ist. Unsere Zivilisation fußt auf der Verarbeitung
einiger weniger Stoffe - am wichtigsten Ackerboden, Eisen, Erdöl
und Quarzsand - und der Energie der Sonne. Die Kräfte der Natur bestimmen
noch immer unser Leben und stellen zugleich noch immer eine große
Bedrohung dar. Deshalb ist es so wichtig, die Mechanismen, die zu Erdbeben,
Vulkanausbrüchen, Flutwellen und Trockenperioden führen, zu
verstehen und auch langfristige Prozesse wie die Veränderung der
Erdatmosphäre und des Klimas verlässlich zu modellieren.
3.
LEBEN IM UNIVERSUM
Das Universum; Das kosmische Inventar; Unser Sonnensystem; Materie
und Energie; Raum und Zeit; Außerirdisches Leben; Offene Fragen
Die Wahrnehmungsorgane des Menschen sind nicht für kosmische Dimensionen
gemacht. Ohne Hilfsmittel erkennen wir nur einen kleinen Ausschnitt unseres
Lebensraumes. Wir können dem Licht nicht hinterher schauen, wenn
es sich mit 300.000 Kilometern pro Sekunde durch den Raum bewegt. Und
doch kennen wir uns mittlerweile in den Weiten des Universums aus. Galaxien
und Sterne sind inventarisiert. Seit Newton gelten einheitliche Gesetze
im Himmel und auf Erden. Die Quantentheorie liefert eine verlässliche
Beschreibung der Vorgänge im Innern von Atomen und Molekülen
und Einsteins Relativitätstheorien bilden die Grundlage des modernen
Verständnisses von Raum, Zeit, Materie und Energie. Dennoch bleibt
der Kosmos voller Rätsel.
Der Anfang von allem hört seit einem halben Jahrhundert auf den Namen
"Urknall". Doch was genau sich damals abspielte, kann nur in
theoretischen Modellen entworfen werden. Auf einige zentrale Konzepte
zur Beschreibung des Universums, wie dunkle Materie, dunkle Energie und
schwarze Löcher, muss die Wissenschaft noch viel Licht werfen, um
zu einer klaren Vorstellung zu kommen. Mit wissenschaftlichen Geräten,
Teleskopen, Satelliten, Messinstrumenten erweitern wir den Blick in unsere
kosmische Umwelt. Zu den spannendsten Fragen zählt die nach den Anderen,
den vielleicht existierenden intelligenten Wesen, die an Orten leben,
von denen Licht oder Radiowellen Millionen Jahre brauchen, um zu uns zu
gelangen.
4.
MENSCHENLEBEN
Menschwerdung; Mensch und Genom; Der gesunde Körper und der kranke
Körper; Ernährung; Alter und Tod
Der Mensch hat sich in seiner Entwicklung vor etwa sieben Millionen Jahren
von seinem nächsten Verwandten, dem Schimpansen, getrennt. Homo sapiens
hat Sprache und Kulturfähigkeit entwickelt, die ihn zur dominierenden
Spezies auf diesem Planeten machten. Wir betrachten, wie der Mensch zum
Menschen wurde und widmen uns besonders dem menschlichen Körper mit
seinen Stärken und Schwächen, Gesundheit und Krankheit. Seit
der endgültigen Öffnung des Körpers für die forschenden
Blicke der Anatomen im 17. Jahrhundert, dringen wir mit Röntgenapparaten
und Laboranalysen immer tiefer in den Körper ein, unsere Organe werden
immer exakter beschrieben und ihr Funktionieren immer besser verstanden.
Mit der Genomforschung können wir sogar aus dem Innersten des Körpers,
dem Kern der Zelle, in dem sich die Erbanlagen mit den Genen befinden,
den Blick auf den Ursprung der Körperfunktionen richten. Damit wurde
für die Medizin ein Wendepunkt erreicht. Seit wenigen Jahren werden
Krankheiten immer weniger nach ihren äußeren Symptomen und
immer mehr nach den zugrunde liegenden inneren Veränderungen auf
der Ebene der Gene, Proteine und Zellen beurteilt und behandelt.
Der tiefe Blick in den Körper hinein und aus dem Genom heraus bleibt
nicht ohne Auswirkungen auf unser Menschenbild. Der "molekulare Mensch"
ist ein zunehmend durchschauter, möglicherweise formbarer Mensch.
Dies ist zweifellos eine große Chance, wenn es um den Kampf gegen
Krankheiten geht. Es wird von vielen jedoch auch als Bedrohung gesehen
und stellt große Anforderungen an den bioethischen Diskurs und die
demokratische Gestaltung der Gesellschaft.
5.
LEBEN MIT BEWUSSTSEIN UND GEHIRN
Aufbau des Gehirns; Erkrankungen des Gehirns; Anatomie des Geistes;
Evolution des Geistes
Zu den spannendsten Gebieten der Wissenschaft zählt die Erforschung
von Geist und Gehirn. Hier hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine Wissensexplosion
stattgefunden, die dennoch wohl nur als Reisevorbereitung gelten darf
für den Aufbruch zu einer interdisziplinäre Expedition in unser
Innerstes. Für diese rüstet sich ein bunt gemischtes Team von
Biologen, Anthropologen, Genetikern, Informatikern, Mathematikern, Physikern,
Neurologen, Psychologen, Roboterkonstrukteuren und Philosophen. In den
Neurowissenschaften treffen neueste Untersuchungsmethoden auf philosophische
Fragen, mit denen wir uns schon seit Jahrtausenden beschäftigen,
etwa nach der Freiheit des Willens, dem menschlichen Bewusstsein oder
der Möglichkeit von Erkenntnis. Wir nutzen unser Wissen über
die natürliche Evolution, um zu verstehen, wie Geist, Sprache, Wahrnehmung,
Intelligenz und Gefühle in die Welt gekommen sind und die unterschiedlichen
Ausprägungen angenommen haben, in denen wir ihnen heute bei Mensch
und Tier begegnen.
Wir beschreiben das Gehirn als Ensemble von geistigen Organen, aus deren
enger Vernetzung wundersame Fähigkeiten resultieren: einen Tetraeder
im Geiste zu drehen, sich zu verlieben, Sexualität zu verstehen oder
die stammesgeschichtliche Entstehung des Gefühls der Dankbarkeit
zu analysieren.
AUSBLICK
Auf dem Weg in eine humane Wissensgesellschaft
Im einem kurz gehaltenen Ausblick fragen wir uns, welche Lehre aus dem
in Jahrtausenden angesammelten Wissen über die Natur, das Leben und
den Kosmos zu ziehen ist, und schlagen ein aufmunterndes Wort als Antwort
vor. Die Lehre lautet: Das Leben geht weiter. Und es verändert sich
weiter. Bewahren wir also einen freien Blick in den Raum der Möglichkeiten
und vertrauen wir auf die Wissenschaft, die uns hilft, sie zu erkennen
und zu nutzen.
GROSSE
BÜCHER
Einerseits sind die Naturwissenschaften der einzige Bereich menschlichen
Wirkens, der sich durch kontinuierlichen Fortschritt, nämlich die
objektive Zunahme von Wissen, auszeichnet. Andererseits verläuft
auch hier der Fortschritt unstetig mit Phasen ruhiger Fahrt, unterbrochen
von Sprüngen und Wendungen, denen unser besonderes Interesse gilt.
Wir haben eine Liste von Büchern und Aufsätzen zusammengestellt
von Aristoteles über Isaac Newton, Charles Darwin, Max Planck, Albert
Einstein bis James Watson, die den Verlauf der wissenschaftlichen Welterkenntnis
nachhaltig prägten.
BÜCHER
ZUM WEITERLESEN
Unser Buch ist untypisch für populärwissenschaftliche Literatur,
denn es bemüht sich um große inhaltliche Breite, was notwendig
großen Mut zur Lücke erfordert. Wir hoffen, dass viele Leser
unsere Darstellung so anregend finden, dass sie die Lücken schmerzlich
empfinden und das dringende Bedürfnis haben, mehr zum jeweiligen
Thema zu erfahren. Glücklicherweise gibt es viele gute Bücher,
die geeignet sind, unseren Überblick mit spannenden und detaillierten
Einblicken in die weite Welt der Wissenschaft zu ergänzen. Wir haben
eine Liste mit solchen Titeln zusammengestellt.
ZEITTAFEL
DER WISSENSCHAFTEN
In allen Kapiteln dieses Buches versuchen wir zu zeigen, dass Wissenschaft
im historischen Kontext ihrer Entstehungsgeschichte gesehen werden muss
und dass sie sich in engem Zusammenhang mit Kunst, Technik, Politik und
Philosophie entwickelt. Wie das Leben selber evolutionär entstand,
so baut sich die Erkenntnis zum Teil auf dem Bestehenden, zum Teil durch
dessen Zerstörung oder im eklatanten Widerspruch dazu auf. In der
Zeittafel der Naturwissenschaften sind ausgewählte Daten der naturwissenschaftlichen
Entwicklung und deren Zusammenhänge und Wirkungen auf unsere Kultur
aufgenommen.
NAMENSREGISTER
STICHWORTVERZEICHNIS
DANKSAGUNG
>> Hier können Sie das Buch
online bestellen.
|