Das täuschende ITN-Bild
und der Prozess gegen LM
Dieses Bild ging im August 1992 um die Welt. Es suggerierte die Existenz
KZ-ähnlicher Lager im Norden Bosniens. In Wirklichkeit gab es aber
keinen Stacheldraht um die gefilmten Muslime und um das Transit- und
Flüchtlingslager Trnopolje. Der Stacheldraht umzäunte vielmehr
die britischen Reporter, die diese Aufnahme schossen. Sie standen auf
einem kleinen stacheldrahtumzäunten Grundstück neben dem eigentlichen
Lagergelände und filmten von dort hinaus.
Am 14. März 2000 fällte das High Court in
London ein brachiales Urteil: im vom britischen Nachrichtensender ITN
angestrengten Verleumdungsprozess gegen LM wurden Mick Hume, LM-Chefredakteur,
Helene Guldberg, LM-Verlegerin und der Verlag Informinc (LM) für schuldig
befunden und zu Schadenersatzzahlungen von insgesamt £ 375.000 verurteilt.
Mick Hume und Helene Guldberg verkündeten unmittelbar nach dem Urteilsspruch
ihren Bankrott.
Das englische "libel law" ist ein brutales Mittel der Zensur. Lesen
Sie hierzu den Artikel von Novo-Chefredakteur
Thomas Deichmann, Zeuge der LM-Verteidigung und Autor des umstrittenen
Artikels.
Falls Sie weitere Informationen wünschen, können
Sie einfach auf dieser Website weiterlesen. Die folgenden Texte und Links
wurden vor Prozessbeginn bereitgestellt. Die LM-Website mußte unmittelbar
nach der Urteilsverkündung teilweise geschlossen werden. Daher sind einige
Links derzeit nicht mehr verfügbar. Auf der LM-Website finden Sie aber
momentan einen Kommentar von LM-Chefredakteur Mick Hume zum Urteil des
High Court.
Knapp drei Jahre nach Einreichung der Klage des britischen Nachrichtensenders
ITN (Independent Television News) gegen das Magazin LM wurde der
Gerichtstermin für den Rechtsstreit vor dem High Court in London
festgelegt: der 28. Februar 2000. Novo hat diese Website eingerichtet,
um allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich über
den Prozeß und die Hintergründe zu informieren. Außerdem
möchten wir Sie um finanzielle Unterstützung für LM
bitten. Das beklagte Magazin benötigte Ihre Hilfe, um die Kosten
für den Prozeß aufbringen zu können. Unter der Rubrik
"Für das Freie Wort" erfahren Sie, wie sie
helfen können.
Um den Einstieg in das Thema zu erleichtern, haben wir diese Startseite
in verschiedene Blöcke und Kapitel unterteilt. Nach der Einleitung "Zensur
zum Mieten" finden Sie im ersten Block Links und Hinweise auf allgemeinere
Informationen. Im zweiten Block sind Informationen, Texte und Artikel aufgelistet,
die zur tiefergehenden Befassung mit dem Thema dienen. Von
dort aus sind, sofern verfügbar, Links zu den Quellen vorgesehen.
Wir möchten Ihnen an dieser Stelle sogleich die LM-Website
"ITN-vs-LM" empfehlen. Dort sind alle Aspekte des Rechtsstreits sehr ausführlich
dokumentiert. Sie finden neben Gerichtsdokumenten wie der Anklageschrift auch
Presseerklärungen und die in LM wie in anderen Medien weltweit erschienenen
Artikel über den Rechtsstreit. Diese Seite wird fast täglich aktualisiert
und bietet während des Prozesses die neuesten Informationen.
Falls Sie nach dem Besuch unserer und der LM-Website noch weitergehende
Fragen oder Wünsche haben, können Sie uns gerne kontaktieren.
"Zensur zum Mieten"
Mit dem Prozeß ITN vs. LM kommt ein trauriges Kapitel der englischen
Mediengeschichte vorläufig zum Ende. Bei diesem Rechtsstreit klagt ein multimillionen-pfund-schweres
Medienunternehmen gegen eine kleine Zeitschrift, der es nur schwerlich gelungen
ist, die bisher entstandenen Kosten für die Prozessvorbereitung aufzubringen.
Bei dieser Ehrschutzklage handelt es sich zudem um einen eklatanten Angriff eines
privaten Fernsehsenders gegen die Pressefreiheit.
Anlass der ITN-Klage war die Veröffentlichung eines Artikels des
Novo-Chefredakteurs und freien Journalisten Thomas Deichmann in der Ausgabe
Februar 1997 des Magazins LM. Deichmann hatte darin gezeigt, dass Teile
der ITN-Berichterstattung über das bosnisch-serbische Lager Trnopolje vom
Sommer 1992 irreführend waren. Seine Recherche hatte ergeben, dass es sich
bei Trnopolje um ein Flüchtlings- und Transitlager handelte, nicht aber um
ein Konzentrationslager, wie es die berühmten ITN-Aufnahmen von bosnischen
Moslems hinter Stacheldraht suggerierten. Deichmann sprach von einer Täuschung,
weil der gefilmte Stacheldrahtzaun nicht um das Lager herum stand, sondern vielmehr
um ein kleines, vor dem Krieg als Bauhof genutztes Areal. Auf diesem Areal standen
die Reporter, und sie filmten von dort heraus.
ITN hat die Gewalt des britischen Libel Law (einem weltweit als pressefeindlich
berüchtigten Gesetz) voll ausgeschöpft, um eine Diskussion über
den LM-Artikel zu unterbinden und das Magazin in die Enge zu treiben. So
klagte der Nachrichtensender auf "böswillige Verleumdung" und trieb damit
die zu erwarteten Schadensersatzansprüche in die Höhe. Verliert LM
den Prozess (was leider in Anbetracht der unvorteilhaften Gesetzeslage nicht unwahrscheinlich
ist), wird es für die Beklagten womöglich doppelt so teuer.
Diese Methoden fallen umso mehr ins Gewicht, als der Sachverhalt, der
Auslöser der Klage war, von ITN bislang in keiner Weise widerlegt werden
konnte. Im Gegenteil: Die Recherche von Deichmann hat bisher jeder Prüfung
stand gehalten und sich als wahrheitsgetreu, äußerst professionell
und stichhaltig erwiesen. ITN hat unterdessen selbst eingeräumt, dass es
keinen Stacheldrahtzaun um das Lager gab und Trnopolje, entgegen der weitläufigen
Meinung, kein typisches Gefangenenlager, sondern eine Art Flüchtlingslager
war.
6. Das Original von Deichmann
und seine weiterführenden
Texte in Novo
In Novo wurde nicht nur erstmals in Deutschland der umstrittene
Originalartikel von Deichmann publiziert. In den Folgemonaten und -jahren wurde
in Novo auch über neue Recherchen und Entwicklungen hinsichtlich des
Prozesses in Großbritannien berichtet. Von Thomas Deichmann selbst sind
in Novo folgende Beiträge zu diesem Thema erschienen (alle Texte sind
direkt online verfügbar):
"Es war dieses Bild, das die Welt in Alarmbereitschaft versetzte" (Penny Marshall, ITN), Novo, Nr.26, Januar/Februar 1997
"Opacic wurden die ITN-Aufnahmen vorgeführt" (Interview mit dem Verteidiger von Dusko Tadic, Prof. Mischa Wladimiroff), Novo, Nr.26, Januar/Februar 1997
"Antwort an Erica Fischer", Novo, Nr.27, März/April 1997
"Das ITN-Bild, das die Welt täuschte: 'Genau so wie es passierte'?", Novo, Nr.28, Mai/Juni 1997
"ITN unter der Lupe", Novo, Nr.29, Juli/August 1997
"Prediger Journalismus" von, Novo, Nr.30, September/Oktober 1997
7. Die Kontroverse in Deutschland
Nach der Veröffentlichung des Artikels von Deichmann in Novo
begann auch in Deutschland eine Diskussion über die Enthüllungen des
Frankfurter Journalisten. Nach einer von ihm organisierten Pressekonferenz im
Presseclub in Bonn am 10.3.1997 berichteten FAZ und SZ erstmals
über die Geschichte. Auffällig war von Anbeginn an die feindliche und
distanzierte Haltung vieler Redaktionen. In Deutschland befassten sich u.a. mit
dem Thema (die Artikel sind online nicht verfügbar. Gegen Einsendung von
DM 10 in bar, Briefmarken oder als Scheck sowie eines mit 3 DM frankierten A4-Rückumschlages
an Novo, PF 600843, 60338 Frankfurt, erhalten Sie per Post Kopien. Lieferung erfolgt
nur gegen Vorkasse):
Paul Stoop: "lügen nicht - oder vielleicht doch", Tagesspiegel,
6.2.1997
Erica Fischer: "Ging ein falsches Foto um die Welt?", Freitag, 7.2.1997
Barbara Held: "An den Bildern verzweifeln", Die Welt, 12.2. 1997
Hermann L. Gremliza: "Die höhere Wahrheit? – Ein Nachwort", Konkret, März 1997
Matthias Rüb: "Wahrheit und Stacheldraht. Auf der falschen Seite: Der Krieg in Bosnien und die Medien", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.3.1997
Andreas Zumach: "Die Stunde der Geschichtsfälscher. Zweifel an der Echtheit dieses Bildes konnten aber nicht erhärtet werden", die tageszeitung, 11.3. 1997
Christiane Schlötzer-Scotland / Peter Münch: "Die angebliche Fälschung", Süddeutsche Zeitung, 11.3.1997
Wolfgang Rex: "Wurde entscheidendes Bild grob verfälscht? TV-Team soll Stacheldraht hinzugedichtet haben", Neues Deutschland, 11.3.1997
Karina Schubert: "Gestelltes Lagerbild", junge welt, 11.3.1997
Klaus Bittermann: "Einmal Todeslager, immer Todeslager", junge welt, 13.3.1997
Wolf Oschlies: "Bildersturm", der journalist, 4/1997
Stefan Heijnk: "Schein-Gefechte", Sage & Schreibe, 4/1997
Christine Horn / Helen Searls: "Verleumdungsklage des Nachrichtensenders ITN gegen das britische Politikmagazin LM", Ansprüche, 4/1997
Paul Stoop: "Doch keine Fälschung", Tagesspiegel, 20.8.1997
Barbara Junge: "Krieg der Bilder um die Pressefreiheit" & "Schnelle Analogien führen zu nichts" Interview mit Wolf-Dieter Narr, die tageszeitung (Berlin), 21.8.1997
Christine Horn: "Neue Ethik als Maulkorb?", agenda, September/Oktober 1997
Christine Horn: "Zum Anspruch auf Authentizität von Filmberichterstattung in Großbritannien im Spiegel der Pressefreiheit", Zeitschrift für Rechtspolitik, April 1999
Norbert Mappes-Niedick: "Beweise aus Zelluloid", FreeLens, Nr.11/1999
8. Autoren kommentieren
den Fall in Novo
In Novo befassten sich zahlreiche weitere Autoren mit der "größten
Medientäuschung des Bosnienkrieges" (alle Texte sind direkt online verfügbar):
Fakten & Informationen zur Medientäuschung
George Kenney: "Desinformation der Medien führte
zur Intervention in Bosnien", Novo, Nr.27, März/April 1997
Phillip Knightley: "Es stellt sich heraus, daß
der Stacheldraht nur ein Symbol war", Novo, Nr.27, März/April
1997
Graham Barnfield: "Das Dope Sheet, das die Welt
täuschte", Novo, Nr.29, Juli/August 1997
Informationen zum "libel law" und dem Rechtsstreit ITN vs. LM
Daniel Lloyd: "Verleumdungsklagen und Maulkörbe:
ITN gegen den Rest der Welt", Novo, Nr.27, März/April 1997
Helen Searls / Daniel Lloyd: "Britische Verleumdungsgesetze:
Zensur zum Mieten", Novo, Nr.28, Mai/Juni 1997
Helen Searls: "Neuigkeiten im Rechtsstreit ITN
gegen LM", Novo, Nr.29, Juli/August 1997
Helen Searls: "Eine außergewöhnliche
Verleumdungsklage", Novo, Nr.31, November/Dezember 1997
Helen Searls: "Ein widerwärtiges Gesetz",
Novo, Nr.33, März/April 1998
Kommentare & Analysen zur Kontroverse
Mick Hume: "Wie Ed Vulliamy alte Erinnerungen
auffrischt", Novo, Nr.27, März/April 1997
Mick Hume: "Gute Lügen machen schlechte
Nachrichten", Novo, Nr.27, März/April 1997
Aart Brouwer: "Der Krieg in Bosnien mit anderen
Mitteln", Novo, Nr.27, März/April 1997
James Heartfield: "Der Holocaust als Totschlagargument",
Novo, Nr.27, März/April 1997
Eddie Veale / Lukas Deichsel: "Defensive Ausweich-
und Ablenkungsmanöver", Novo, Nr.27, März/April 1997
Eddie Veale: "ITN: Sandy aus Afghanistan",
Novo, Nr.28, Mai/Juni 1997
Mick Hume: "Es gibt Lager, und es gibt Konzentrationslager",
Novo, Nr.29, Juli/August 1997
Christine Horn: "Neue Ethik als Maulkorb?",
Novo, Nr.32, Januar/Februar 1997
Christine Horn: "Für das Freie Wort",
Novo, Nr.34, Mai/Juni 1998
Christine Horn: "Eine Reportage mit Folgen",
Novo, Nr.34, Mai/Juni 1998
"Für das Freie Wort", Novo,
Nr.44, Januar/Februar 2000
9. Analysen von Deichmann
im Ausland
Deichmann publizierte weitere Artikel über seine Untersuchungen
zu Trnopolje und die Kontroverse, die der Veröffentlichung seines Artikels
folgte. U.a. sind in den USA erschienen (es bestehen Links zur LM-Website):
"Real
Balkan Politics with False TV Pictures", Mediterranean Quarterly,
Fall 1997
"Misinformation:
TV Coverage of a Bosnian Camp", CovertAction Quarterly, No 65,
Fall 1998
10. Dokumentation
des Rechtsstreits auf der
LM-Website
Nach der ITN-Klage gegen LM mußten britische Redaktionen
damit rechnen, daß ihnen selbst der Prozeß gemacht würde, wenn
sie inhaltlich über den Artikel Deichmanns berichteten. Die Anwälte
von ITN gaben dies bei Anfragen unmißverständlich zu verstehen. Die
Blockade- und Einschüchterungspolitik von ITN erschwerte gerade im Land der
Urheber der umstrittenen Aufnahmen eine Diskussion über deren Hintergründe.
LM bemühte sich darum, daß die Geschichte nicht in Vergessenheit
geriet. Das Magazin richtetet eine Website ein, auf der die Diskussion im In-
und Ausland bestmöglich dokumentiert wurde, und auf der auch Dokumente des
Rechtsstreits zu finden sind. Alle in LM erschienenen Artikel sind dort
archiviert. Diese Website bietet eine hervorragende Ausgangsbasis für weitergehende
Recherchen zum Fall ITN vs. LM. Während der Verhandlungen vor dem High Court
wird auf dieser Website zudem regelmäßig über neue Entwicklungen
berichtet. Es besteht die Möglichkeit, diese Berichterstattung per email
kostenlos zu abonnieren:
http://www.informinc.co.uk/ITN-vs-LM.
11. Sympathisanten und Gegenstimmen in Großbritannien
Nach der ITN-Klage gegen LM kamen der Journalist Ed Vulliamy
und andere LM-Kritiker im Guaridan und Observer ausführlich
zu Wort. Eine Schmierenkampagne gegen LM und Deichmann wurde begonnen.
Vielen Kritikern ging es nur darum, die persönliche und professionelle Integrität
der Beklagten anzuzweifeln. Deren Sympathisanten in den Medien hingegen waren
wegen der Rechtslage bis Prozeßbeginn die Hände gebunden. Dennoch wagten
es einige, die Blockade zu durchbrechen und ITN für seine Zensurpolitik zu
kritisieren. Folgende Auswahl von Artikeln liefert ein Bild der kontroversen Diskussion
in Großbritannien (es bestehen Links zur LM-Website):
Ed Vulliamy: "I
stand by my story", Observer, 2.2.1997
Luke Harding: "A
shot that's still ringing", Guardian, 12.3.1997
Ed Vulliamy: "Diary
on the damned", Observer, 20.4.1997
Tessa Mayes / Noam Chomsky / Phillip Knightley u.a.: "Press
freedom", Spectator (letter), 3.5.1997
Stephen Glover: "Never
heard of Living Marxism? Thanks to ITN's writ, you have now", Spectator,
17.5.1997
Richard Tait: "We
did not fool the world", Spectator, 24.5.1997
Mick Hume: "Faking
the news?", Spectator (letter), 31.5.1997
"This
picture does not tell the truth", journalist, Mai/Juni 1997
Harry Evans: "The
charge of freedom", Guardian, 2.6.1997
John Simpson: "Save
us from reporters who pass judgment", Sunday Telegraph, 14.9.1997
Christopher Dunkley: "Whose
news is it anyway?", Financial Times, 20.9.1997
Richard Tait: "Arguments
have been confused", Financial Times (letter), 24.9.1997
Ed Vulliamy: "War
and peace", Frank, Oktober 1997
Ed Vulliamy: "Bosnia:
The Crime of Appeasement", International Affairs, 1.1.1998
Michael Gove: "Speaking
up for the Serbs", Times, 13.10.1998
George Monbiot: "babel",
Prospect, November 1998
Christopher Dunkley: "We
have been here before", Financial Times, 17.3.1999
George Walden: "Marx
lives on with new angles", Evening Standard, 24.3.1999
John David Powell: The
Morrock News Service, Morrock News, 15.6.1999
Claire Fox: "Fight
us on screen, not in the courts", Independent, 11.1.2000
Richard Ingrams, Observer,
16.1.2000
12. Internationale Resonanz
Wegen der Blockadepolitik von ITN wurde Deichmanns Artikel in CovertAction
Quaterly vom Project
Censored in den USA zu den "Top 25 Censored Stories 1999" nominiert. Die
folgende Auswahl von Artikeln liefert ein Bild für die Diskussionen außerhalb
Deutschlands und Großbritanniens (soweit verfügbar bestehen Links zu
den Quellen und amazon):
Eric Alterman: "Bosnian Camps: A barbed tale", The Nation (USA), 28.7.1997
Eric Alterman, Thomas Deichmann, Mick Hume, George Kenney, Ed Vulliamy: "Barbed wire in Bosnia", The Nation (USA) (letters), 22.9.1997
Erica Fischer: "Schlechte Erfahrungen...", Der
Standard (Österreich), 17.1.1997
Johann Aeschlimann: "Falsch und wahr - Bilder aus dem Bosnienkrieg",
Basler Zeitung (Schweiz), 12.3.97
Alfio Bernabei: "Falsa la foto sui lager serbi", Unita Roma (Italien), 1.2.97
Ingo Niebel: "Toma falsa del campo de Trnopolje", Egin (Spanien), 6.4.1997
Phillip Knightley: "Una foto con dos versiones", El Pais (Spanien), 17.8.1997
Christoffer Guldbrandsen: "Fange af fortiden", Politiken (Dänemark), 16.3.1997
Brendan Howley: "Every Picture tells a story", Shift (Kanada), Juni 1998
Ian Coutts: "Say, isn't that Karl Marx?", Globe & Mail
(Kanada), 18.7.1998
Peter Phillips & Project Censored: Censored
1999. The News that Didn't Make the News. The Year's Top 25 Censored Stories,
Seven Stories Press, New York 1999
13. Publikationsorte
des Artikels von Deichmann
Der Artikel von Thomas Deichmann über das täuschende Stacheldrahtbild
aus Trnopolje ist in mehreren Ländern publiziert worden. Bemerkenswert ist,
daß der Text schon Wochen vor seiner Veröffentlichung im britischen
Magazin LM in der Schweiz, in Österreich, in den Niederlanden und
in Deutschland erschien. Für ITN gab es jedoch nur aufgrund der repressiven
Libel-Gesetze in Großbritannien die Möglichkeit, juristische Schritte
dagegen einzuleiten. Auch nach der Klage wurde der Artikel in Ländern außerhalb
Großbritanniens in Zeitungen und Büchern nachgedruckt. Der Artikel
von Deichmann ist in verschiedenen Fassungen u.a. in folgenden Publikationen erschienen
(sofern verfügbar bestehen Links zu den Quellen und zu amazon):
Zeitungen & Magazine
"Bilder, sagt man, lügen nicht - oder vielleicht doch?", Die
Weltwoche (Schweiz), 9.1.97
"Mehr Schock!", Der
Standard (Österreich), 10.1.97
"Het Beeld
dat loog", De Groene Amsterdammer (Niederlande), 22.1.97
"Es war dieses Bild, das die Welt in Alarmbereitschaft
versetzte", Novo, Nr.26, Januar/Februar 1997
"The
Picture that Fooled the World", LM (Großbritannien), No97,
Februar 1997
"Es war dieses Bild, das die Welt in Alarmbereitschaft versetzte", Freitag, 7.2.97
"Da li slika laze?", Nin (Jugoslawien), 7.2.97
"Bilder lügen nicht - oder nur ein bißchen", Berliner
Morgenpost, 15.2.97
"Bilden som lurade Världen", Helsingborgs Dagblad (Schweden), 16.2.97
"Das falsche Bild des Bosnienkrieges", Leipziger Volkszeitung, 18.2.97
"Als die Bilder lügen lernten", Konkret, März 1997
Bücher
"Als die Bilder lügen lernten", in: Wolfgang Schneider (Hg.): Bei
Andruck Mord. Die deutsche Propaganda und der Balkankrieg, KVV Konkret
Verlag, Hamburg 1997
"The Picture that Fooled the World", in: Ramsey Clark u.a. (Hg.): Nato
in the Balkans: Voices of Opposition, New York 1998
"Es war dieses Bild, das die Welt in Alarmbereitschaft versetzte", in: Thomas
Deichmann (Hg.): Noch
einmal für Jugoslawien: Peter Handke, Suhrkamp Verlag, Frankfurt
am Main 1999
 |