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10.06.2001
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Am 14. Mrz 2000 fllte das High Court in London ein brachiales Urteil im Rechtsstreit ITN vs. LM.


 




Das täuschende ITN-Bild
und der Prozess gegen LM

 

Alic
Dieses Bild ging im August 1992 um die Welt. Es suggerierte die Existenz KZ-ähnlicher Lager im Norden Bosniens. In Wirklichkeit gab es aber keinen Stacheldraht um die gefilmten Muslime und um das Transit- und Flüchtlingslager Trnopolje. Der Stacheldraht umzäunte vielmehr die britischen Reporter, die diese Aufnahme schossen. Sie standen auf einem kleinen stacheldrahtumzäunten Grundstück neben dem eigentlichen Lagergelände und filmten von dort hinaus.

 

Am 14. März 2000 fällte das High Court in London ein brachiales Urteil: im vom britischen Nachrichtensender ITN angestrengten Verleumdungsprozess gegen LM wurden Mick Hume, LM-Chefredakteur, Helene Guldberg, LM-Verlegerin und der Verlag Informinc (LM) für schuldig befunden und zu Schadenersatzzahlungen von insgesamt £ 375.000 verurteilt. Mick Hume und Helene Guldberg verkündeten unmittelbar nach dem Urteilsspruch ihren Bankrott.

Das englische "libel law" ist ein brutales Mittel der Zensur. Lesen Sie hierzu den Artikel von Novo-Chefredakteur Thomas Deichmann, Zeuge der LM-Verteidigung und Autor des umstrittenen Artikels.

Falls Sie weitere Informationen wünschen, können Sie einfach auf dieser Website weiterlesen. Die folgenden Texte und Links wurden vor Prozessbeginn bereitgestellt. Die LM-Website mußte unmittelbar nach der Urteilsverkündung teilweise geschlossen werden. Daher sind einige Links derzeit nicht mehr verfügbar. Auf der LM-Website finden Sie aber momentan einen Kommentar von LM-Chefredakteur Mick Hume zum Urteil des High Court.

 

Knapp drei Jahre nach Einreichung der Klage des britischen Nachrichtensenders ITN (Independent Television News) gegen das Magazin LM wurde der Gerichtstermin für den Rechtsstreit vor dem High Court in London festgelegt: der 28. Februar 2000. Novo hat diese Website eingerichtet, um allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich über den Prozeß und die Hintergründe zu informieren. Außerdem möchten wir Sie um finanzielle Unterstützung für LM bitten. Das beklagte Magazin benötigte Ihre Hilfe, um die Kosten für den Prozeß aufbringen zu können. Unter der Rubrik "Für das Freie Wort" erfahren Sie, wie sie helfen können.

Um den Einstieg in das Thema zu erleichtern, haben wir diese Startseite in verschiedene Blöcke und Kapitel unterteilt. Nach der Einleitung "Zensur zum Mieten" finden Sie im ersten Block Links und Hinweise auf allgemeinere Informationen. Im zweiten Block sind Informationen, Texte und Artikel aufgelistet, die zur tiefergehenden Befassung mit dem Thema dienen. Von dort aus sind, sofern verfügbar, Links zu den Quellen vorgesehen.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle sogleich die LM-Website "ITN-vs-LM" empfehlen. Dort sind alle Aspekte des Rechtsstreits sehr ausführlich dokumentiert. Sie finden neben Gerichtsdokumenten wie der Anklageschrift auch Presseerklärungen und die in LM wie in anderen Medien weltweit erschienenen Artikel über den Rechtsstreit. Diese Seite wird fast täglich aktualisiert und bietet während des Prozesses die neuesten Informationen.

Falls Sie nach dem Besuch unserer und der LM-Website noch weitergehende Fragen oder Wünsche haben, können Sie uns gerne kontaktieren.

"Zensur zum Mieten"

Mit dem Prozeß ITN vs. LM kommt ein trauriges Kapitel der englischen Mediengeschichte vorläufig zum Ende. Bei diesem Rechtsstreit klagt ein multimillionen-pfund-schweres Medienunternehmen gegen eine kleine Zeitschrift, der es nur schwerlich gelungen ist, die bisher entstandenen Kosten für die Prozessvorbereitung aufzubringen. Bei dieser Ehrschutzklage handelt es sich zudem um einen eklatanten Angriff eines privaten Fernsehsenders gegen die Pressefreiheit.

Anlass der ITN-Klage war die Veröffentlichung eines Artikels des Novo-Chefredakteurs und freien Journalisten Thomas Deichmann in der Ausgabe Februar 1997 des Magazins LM. Deichmann hatte darin gezeigt, dass Teile der ITN-Berichterstattung über das bosnisch-serbische Lager Trnopolje vom Sommer 1992 irreführend waren. Seine Recherche hatte ergeben, dass es sich bei Trnopolje um ein Flüchtlings- und Transitlager handelte, nicht aber um ein Konzentrationslager, wie es die berühmten ITN-Aufnahmen von bosnischen Moslems hinter Stacheldraht suggerierten. Deichmann sprach von einer Täuschung, weil der gefilmte Stacheldrahtzaun nicht um das Lager herum stand, sondern vielmehr um ein kleines, vor dem Krieg als Bauhof genutztes Areal. Auf diesem Areal standen die Reporter, und sie filmten von dort heraus.

ITN hat die Gewalt des britischen Libel Law (einem weltweit als pressefeindlich berüchtigten Gesetz) voll ausgeschöpft, um eine Diskussion über den LM-Artikel zu unterbinden und das Magazin in die Enge zu treiben. So klagte der Nachrichtensender auf "böswillige Verleumdung" und trieb damit die zu erwarteten Schadensersatzansprüche in die Höhe. Verliert LM den Prozess (was leider in Anbetracht der unvorteilhaften Gesetzeslage nicht unwahrscheinlich ist), wird es für die Beklagten womöglich doppelt so teuer.

Diese Methoden fallen umso mehr ins Gewicht, als der Sachverhalt, der Auslöser der Klage war, von ITN bislang in keiner Weise widerlegt werden konnte. Im Gegenteil: Die Recherche von Deichmann hat bisher jeder Prüfung stand gehalten und sich als wahrheitsgetreu, äußerst professionell und stichhaltig erwiesen. ITN hat unterdessen selbst eingeräumt, dass es keinen Stacheldrahtzaun um das Lager gab und Trnopolje, entgegen der weitläufigen Meinung, kein typisches Gefangenenlager, sondern eine Art Flüchtlingslager war.

 


BLOCK 1
Grundlegende Informationen

  1. Informationen über den Aufruf und die Initiative "Für das Freie Wort"
  2. Kurze Zusammenfassung des Artikels von Thomas Deichmann
  3. Ausführlichere Zusammenfassung des Artikels von Deichmann und der Entwicklungen im Rechtsstreit ITN gegen LM.
  4. Stellungnahme des LM-Herausgebers Mick Hume zur Klage von ITN
  5. Eckdaten des Rechtsstreits ITN vs. LM

BLOCK 2
Weitergehende Informationen
und Artikel

  1. Das Original von Deichmann und seine weiterführenden Texte in Novo
  2. Die Kontroverse in Deutschland
  3. Autoren kommentieren den Fall in Novo
  4. Analysen von Deichmann im Ausland
  5. Dokumentation des Rechtsstreits auf der LM-Website
  6. Sympathisanten und Gegenstimmen in Großbritannien
  7. Internationale Resonanz
  8. Publikationsorte des Artikels von Deichmann

 

6. Das Original von Deichmann
und seine weiterführenden
Texte in Novo

In Novo wurde nicht nur erstmals in Deutschland der umstrittene Originalartikel von Deichmann publiziert. In den Folgemonaten und -jahren wurde in Novo auch über neue Recherchen und Entwicklungen hinsichtlich des Prozesses in Großbritannien berichtet. Von Thomas Deichmann selbst sind in Novo folgende Beiträge zu diesem Thema erschienen (alle Texte sind direkt online verfügbar):

"Es war dieses Bild, das die Welt in Alarmbereitschaft versetzte" (Penny Marshall, ITN), Novo, Nr.26, Januar/Februar 1997

"Opacic wurden die ITN-Aufnahmen vorgeführt" (Interview mit dem Verteidiger von Dusko Tadic, Prof. Mischa Wladimiroff), Novo, Nr.26, Januar/Februar 1997

"Antwort an Erica Fischer", Novo, Nr.27, März/April 1997

"Das ITN-Bild, das die Welt täuschte: 'Genau so wie es passierte'?", Novo, Nr.28, Mai/Juni 1997

"ITN unter der Lupe", Novo, Nr.29, Juli/August 1997

"Prediger Journalismus" von, Novo, Nr.30, September/Oktober 1997

 

7. Die Kontroverse in Deutschland

Nach der Veröffentlichung des Artikels von Deichmann in Novo begann auch in Deutschland eine Diskussion über die Enthüllungen des Frankfurter Journalisten. Nach einer von ihm organisierten Pressekonferenz im Presseclub in Bonn am 10.3.1997 berichteten FAZ und SZ erstmals über die Geschichte. Auffällig war von Anbeginn an die feindliche und distanzierte Haltung vieler Redaktionen. In Deutschland befassten sich u.a. mit dem Thema (die Artikel sind online nicht verfügbar. Gegen Einsendung von DM 10 in bar, Briefmarken oder als Scheck sowie eines mit 3 DM frankierten A4-Rückumschlages an Novo, PF 600843, 60338 Frankfurt, erhalten Sie per Post Kopien. Lieferung erfolgt nur gegen Vorkasse):

Paul Stoop: "lügen nicht - oder vielleicht doch", Tagesspiegel, 6.2.1997

Erica Fischer: "Ging ein falsches Foto um die Welt?", Freitag, 7.2.1997

Barbara Held: "An den Bildern verzweifeln", Die Welt, 12.2. 1997

Hermann L. Gremliza: "Die höhere Wahrheit? – Ein Nachwort", Konkret, März 1997

Matthias Rüb: "Wahrheit und Stacheldraht. Auf der falschen Seite: Der Krieg in Bosnien und die Medien", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.3.1997

Andreas Zumach: "Die Stunde der Geschichtsfälscher. Zweifel an der Echtheit dieses Bildes konnten aber nicht erhärtet werden", die tageszeitung, 11.3. 1997

Christiane Schlötzer-Scotland / Peter Münch: "Die angebliche Fälschung", Süddeutsche Zeitung, 11.3.1997

Wolfgang Rex: "Wurde entscheidendes Bild grob verfälscht? TV-Team soll Stacheldraht hinzugedichtet haben", Neues Deutschland, 11.3.1997

Karina Schubert: "Gestelltes Lagerbild", junge welt, 11.3.1997

Klaus Bittermann: "Einmal Todeslager, immer Todeslager", junge welt, 13.3.1997

Wolf Oschlies: "Bildersturm", der journalist, 4/1997

Stefan Heijnk: "Schein-Gefechte", Sage & Schreibe, 4/1997

Christine Horn / Helen Searls: "Verleumdungsklage des Nachrichtensenders ITN gegen das britische Politikmagazin LM", Ansprüche, 4/1997

Paul Stoop: "Doch keine Fälschung", Tagesspiegel, 20.8.1997

Barbara Junge: "Krieg der Bilder um die Pressefreiheit" & "Schnelle Analogien führen zu nichts" Interview mit Wolf-Dieter Narr, die tageszeitung (Berlin), 21.8.1997

Christine Horn: "Neue Ethik als Maulkorb?", agenda, September/Oktober 1997

Christine Horn: "Zum Anspruch auf Authentizität von Filmberichterstattung in Großbritannien im Spiegel der Pressefreiheit", Zeitschrift für Rechtspolitik, April 1999

Norbert Mappes-Niedick: "Beweise aus Zelluloid", FreeLens, Nr.11/1999

 

8. Autoren kommentieren
den Fall in Novo

In Novo befassten sich zahlreiche weitere Autoren mit der "größten Medientäuschung des Bosnienkrieges" (alle Texte sind direkt online verfügbar):

Fakten & Informationen zur Medientäuschung

George Kenney: "Desinformation der Medien führte zur Intervention in Bosnien", Novo, Nr.27, März/April 1997

Phillip Knightley: "Es stellt sich heraus, daß der Stacheldraht nur ein Symbol war", Novo, Nr.27, März/April 1997

Graham Barnfield: "Das Dope Sheet, das die Welt täuschte", Novo, Nr.29, Juli/August 1997

 

Informationen zum "libel law" und dem Rechtsstreit ITN vs. LM

Daniel Lloyd: "Verleumdungsklagen und Maulkörbe: ITN gegen den Rest der Welt", Novo, Nr.27, März/April 1997

Helen Searls / Daniel Lloyd: "Britische Verleumdungsgesetze: Zensur zum Mieten", Novo, Nr.28, Mai/Juni 1997

Helen Searls: "Neuigkeiten im Rechtsstreit ITN gegen LM", Novo, Nr.29, Juli/August 1997

Helen Searls: "Eine außergewöhnliche Verleumdungsklage", Novo, Nr.31, November/Dezember 1997

Helen Searls: "Ein widerwärtiges Gesetz", Novo, Nr.33, März/April 1998

 

Kommentare & Analysen zur Kontroverse

Mick Hume: "Wie Ed Vulliamy alte Erinnerungen auffrischt", Novo, Nr.27, März/April 1997

Mick Hume: "Gute Lügen machen schlechte Nachrichten", Novo, Nr.27, März/April 1997

Aart Brouwer: "Der Krieg in Bosnien mit anderen Mitteln", Novo, Nr.27, März/April 1997

James Heartfield: "Der Holocaust als Totschlagargument", Novo, Nr.27, März/April 1997

Eddie Veale / Lukas Deichsel: "Defensive Ausweich- und Ablenkungsmanöver", Novo, Nr.27, März/April 1997

Eddie Veale: "ITN: Sandy aus Afghanistan", Novo, Nr.28, Mai/Juni 1997

Mick Hume: "Es gibt Lager, und es gibt Konzentrationslager", Novo, Nr.29, Juli/August 1997

Christine Horn: "Neue Ethik als Maulkorb?", Novo, Nr.32, Januar/Februar 1997

Christine Horn: "Für das Freie Wort", Novo, Nr.34, Mai/Juni 1998

Christine Horn: "Eine Reportage mit Folgen", Novo, Nr.34, Mai/Juni 1998

"Für das Freie Wort", Novo, Nr.44, Januar/Februar 2000

 

9. Analysen von Deichmann
im Ausland

Deichmann publizierte weitere Artikel über seine Untersuchungen zu Trnopolje und die Kontroverse, die der Veröffentlichung seines Artikels folgte. U.a. sind in den USA erschienen (es bestehen Links zur LM-Website):

"Real Balkan Politics with False TV Pictures", Mediterranean Quarterly, Fall 1997

"Misinformation: TV Coverage of a Bosnian Camp", CovertAction Quarterly, No 65, Fall 1998

 

10. Dokumentation
des Rechtsstreits auf der
LM-Website

Nach der ITN-Klage gegen LM mußten britische Redaktionen damit rechnen, daß ihnen selbst der Prozeß gemacht würde, wenn sie inhaltlich über den Artikel Deichmanns berichteten. Die Anwälte von ITN gaben dies bei Anfragen unmißverständlich zu verstehen. Die Blockade- und Einschüchterungspolitik von ITN erschwerte gerade im Land der Urheber der umstrittenen Aufnahmen eine Diskussion über deren Hintergründe. LM bemühte sich darum, daß die Geschichte nicht in Vergessenheit geriet. Das Magazin richtetet eine Website ein, auf der die Diskussion im In- und Ausland bestmöglich dokumentiert wurde, und auf der auch Dokumente des Rechtsstreits zu finden sind. Alle in LM erschienenen Artikel sind dort archiviert. Diese Website bietet eine hervorragende Ausgangsbasis für weitergehende Recherchen zum Fall ITN vs. LM. Während der Verhandlungen vor dem High Court wird auf dieser Website zudem regelmäßig über neue Entwicklungen berichtet. Es besteht die Möglichkeit, diese Berichterstattung per email kostenlos zu abonnieren:
http://www.informinc.co.uk/ITN-vs-LM.

 

11. Sympathisanten und Gegenstimmen in Großbritannien

Nach der ITN-Klage gegen LM kamen der Journalist Ed Vulliamy und andere LM-Kritiker im Guaridan und Observer ausführlich zu Wort. Eine Schmierenkampagne gegen LM und Deichmann wurde begonnen. Vielen Kritikern ging es nur darum, die persönliche und professionelle Integrität der Beklagten anzuzweifeln. Deren Sympathisanten in den Medien hingegen waren wegen der Rechtslage bis Prozeßbeginn die Hände gebunden. Dennoch wagten es einige, die Blockade zu durchbrechen und ITN für seine Zensurpolitik zu kritisieren. Folgende Auswahl von Artikeln liefert ein Bild der kontroversen Diskussion in Großbritannien (es bestehen Links zur LM-Website):

Ed Vulliamy: "I stand by my story", Observer, 2.2.1997

Luke Harding: "A shot that's still ringing", Guardian, 12.3.1997

Ed Vulliamy: "Diary on the damned", Observer, 20.4.1997

Tessa Mayes / Noam Chomsky / Phillip Knightley u.a.: "Press freedom", Spectator (letter), 3.5.1997

Stephen Glover: "Never heard of Living Marxism? Thanks to ITN's writ, you have now", Spectator, 17.5.1997

Richard Tait: "We did not fool the world", Spectator, 24.5.1997

Mick Hume: "Faking the news?", Spectator (letter), 31.5.1997

"This picture does not tell the truth", journalist, Mai/Juni 1997

Harry Evans: "The charge of freedom", Guardian, 2.6.1997

John Simpson: "Save us from reporters who pass judgment", Sunday Telegraph, 14.9.1997

Christopher Dunkley: "Whose news is it anyway?", Financial Times, 20.9.1997

Richard Tait: "Arguments have been confused", Financial Times (letter), 24.9.1997

Ed Vulliamy: "War and peace", Frank, Oktober 1997

Ed Vulliamy: "Bosnia: The Crime of Appeasement", International Affairs, 1.1.1998

Michael Gove: "Speaking up for the Serbs", Times, 13.10.1998

George Monbiot: "babel", Prospect, November 1998

Christopher Dunkley: "We have been here before", Financial Times, 17.3.1999

George Walden: "Marx lives on with new angles", Evening Standard, 24.3.1999

John David Powell: The Morrock News Service, Morrock News, 15.6.1999

Claire Fox: "Fight us on screen, not in the courts", Independent, 11.1.2000

Richard Ingrams, Observer, 16.1.2000

 

12. Internationale Resonanz

Wegen der Blockadepolitik von ITN wurde Deichmanns Artikel in CovertAction Quaterly vom Project Censored in den USA zu den "Top 25 Censored Stories 1999" nominiert. Die folgende Auswahl von Artikeln liefert ein Bild für die Diskussionen außerhalb Deutschlands und Großbritanniens (soweit verfügbar bestehen Links zu den Quellen und amazon):

Eric Alterman: "Bosnian Camps: A barbed tale", The Nation (USA), 28.7.1997

Eric Alterman, Thomas Deichmann, Mick Hume, George Kenney, Ed Vulliamy: "Barbed wire in Bosnia", The Nation (USA) (letters), 22.9.1997

Erica Fischer: "Schlechte Erfahrungen...", Der Standard (Österreich), 17.1.1997

Johann Aeschlimann: "Falsch und wahr - Bilder aus dem Bosnienkrieg", Basler Zeitung (Schweiz), 12.3.97

Alfio Bernabei: "Falsa la foto sui lager serbi", Unita Roma (Italien), 1.2.97

Ingo Niebel: "Toma falsa del campo de Trnopolje", Egin (Spanien), 6.4.1997

Phillip Knightley: "Una foto con dos versiones", El Pais (Spanien), 17.8.1997

Christoffer Guldbrandsen: "Fange af fortiden", Politiken (Dänemark), 16.3.1997

Brendan Howley: "Every Picture tells a story", Shift (Kanada), Juni 1998

Ian Coutts: "Say, isn't that Karl Marx?", Globe & Mail (Kanada), 18.7.1998

Peter Phillips & Project Censored: Censored 1999. The News that Didn't Make the News. The Year's Top 25 Censored Stories, Seven Stories Press, New York 1999

 

13. Publikationsorte
des Artikels von Deichmann

Der Artikel von Thomas Deichmann über das täuschende Stacheldrahtbild aus Trnopolje ist in mehreren Ländern publiziert worden. Bemerkenswert ist, daß der Text schon Wochen vor seiner Veröffentlichung im britischen Magazin LM in der Schweiz, in Österreich, in den Niederlanden und in Deutschland erschien. Für ITN gab es jedoch nur aufgrund der repressiven Libel-Gesetze in Großbritannien die Möglichkeit, juristische Schritte dagegen einzuleiten. Auch nach der Klage wurde der Artikel in Ländern außerhalb Großbritanniens in Zeitungen und Büchern nachgedruckt. Der Artikel von Deichmann ist in verschiedenen Fassungen u.a. in folgenden Publikationen erschienen (sofern verfügbar bestehen Links zu den Quellen und zu amazon):

Zeitungen & Magazine

"Bilder, sagt man, lügen nicht - oder vielleicht doch?", Die Weltwoche (Schweiz), 9.1.97

"Mehr Schock!", Der Standard (Österreich), 10.1.97

"Het Beeld dat loog", De Groene Amsterdammer (Niederlande), 22.1.97

"Es war dieses Bild, das die Welt in Alarmbereitschaft versetzte", Novo, Nr.26, Januar/Februar 1997

"The Picture that Fooled the World", LM (Großbritannien), No97, Februar 1997

"Es war dieses Bild, das die Welt in Alarmbereitschaft versetzte", Freitag, 7.2.97

"Da li slika laze?", Nin (Jugoslawien), 7.2.97

"Bilder lügen nicht - oder nur ein bißchen", Berliner Morgenpost, 15.2.97

"Bilden som lurade Världen", Helsingborgs Dagblad (Schweden), 16.2.97

"Das falsche Bild des Bosnienkrieges", Leipziger Volkszeitung, 18.2.97

"Als die Bilder lügen lernten", Konkret, März 1997

 

Bücher

"Als die Bilder lügen lernten", in: Wolfgang Schneider (Hg.): Bei Andruck Mord. Die deutsche Propaganda und der Balkankrieg, KVV Konkret Verlag, Hamburg 1997

"The Picture that Fooled the World", in: Ramsey Clark u.a. (Hg.): Nato in the Balkans: Voices of Opposition, New York 1998

"Es war dieses Bild, das die Welt in Alarmbereitschaft versetzte", in: Thomas Deichmann (Hg.): Noch einmal für Jugoslawien: Peter Handke, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999

 



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