Inhalt
ZUR
SACHE
Von Thomas Deichmann
STICHWORT:
Wo ist die Freiheit geblieben?
Von Sabine Reul
SALON
Frank Furedi:
Humanismus für unsere Zeit
WISSENSCHAFT
UND ÖKOLOGIE
Helene Guldberg:
Schluss mit dem Gejammer über den Walfang!
[Heft S.15]
Michael Fitzpatrick:
Big Pharma – ein Papiertiger?
[Heft S.18]
Günter Keil:
Der einsame Ausstieg
Hans Labohm:
HÖRSAAL: Klimakatastrophenzweifel – eine Einführung
Gerhard Flachowsky:
Mais bleibt Mais und Raps bleibt Raps
POLITIK UND
GESELLSCHAFT
Sabine Beppler-Spahl:
Lernen aus dem Fall Kevin?
Bernhard Bueb:
Ohne Autorität keine Erziehung
[Heft S.38]
Dietrich von der Oelsnitz:
Effizienzbasierte Verödung des Denkens
WELTGESCHEHEN
Werner Sauer:
EU-slowenische Vergangenheitsbewältigung
Kirk Leech:
„Ohne das neue Bergwerk wird unser Dorf sterben“
MEDIEN UND
KULTUR
Jürgen Wimmer:
Radioaktiver Frankenstein-Klon kapert Zeitmaschine
Josie Appleton:
Die Propheten des Pessimismus
[Heft S.54]
Tilman Kluge:
FUNDSTÜCK: Motorsport und Umweltschutz
[Heft S.55]
RUBRIKEN
DAFÜR STEHT NOVO
[Heft S.5]
IMPRESSUM
[Heft S.5]
POSTEINGANG
[Heft S.8]
POSITION
von Daniel Ben-Ami:
Kernkraftwerke für Afrika!
[Heft S.11]
BATTLE IN PRINT
von Chris Bickerton:
Der Kampf um die Geschichte
BLOG FROM LONDONN
von Tessa Mayes:
Gesundheit ist Privatsache!
[Heft S.21]
MITTENDRIN
von Tillmann Prüfer:
Auf gleicher Höhe mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz
[Heft S.30]
EINSPRUCH
von David Harnasch:
Legalise it all!
[Heft S.45]
BRIEF AUS BERLIN
von Klaus Bittermann:
Das Leben als Boxer-Hund
[Heft S.58]
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Gutes Klima, böser Mensch?
Merkmal von Novo ist es, dass wir uns bemühen, aktuelle Debatten nicht „monothematisch“, sondern im Kontext anzugehen. So unterscheidet sich auch unser Blick auf den „Klimawandel“ von landläufigen Betrachtungsweisen. Der britische „Stern-Bericht“ warnt vor einer „Superrezession“. Die Bundesregierung will den Klimawandel zu einem Schwerpunkt ihrer EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 machen. Wir sind der Auffassung, dass sich derartige Diskussionen über die möglichen Auswirkungen einer anhaltenden Erderwärmung nicht primär aus dem eigentlichen Sachverhalt heraus verstehen lassen. Dafür gibt es zu viele Widersprüche, zumal sich auch ganz grundlegend die Frage stellt, warum man sich nicht anders (sachlicher, ruhiger, selbstbewusster) dem Thema nähert. Offenbar liegt es daran, dass das Thema von der Politik kolonisiert worden ist.
Wir zählen uns gewiss nicht zu den Klima-Apokalyptikern, aber ebenso wenig zu jener Fraktion der „Skeptiker“, die sämtliche Thesen vom CO2-Treibhauseffekt als „ideologisch verbrämt“ abtun. Vielmehr geht es uns um Klärung und um die Offenheit in der Auseinandersetzung. Deshalb präsentieren wir Ihnen nicht die x-te Version eines Weltuntergangsszenarios, sondern einen Beitrag von Hans Labohm, der die offenen Fragen der Klimadiskussion vorstellt.
Kontraproduktiv erscheint uns die aktuelle politische Verknüpfung der Klimadebatte mit der staatlichen Wirtschafts- und Energiepolitik. Daniel Ben Ami plädiert dafür, statt auf Sparen auf mehr Wirtschaftswachstum zu setzen, um mit den Folgen eines Klimawandels ganz generell besser umgehen zu können. Hieran schließt sich die von Günter Keil aufgeworfene Frage an, warum wir Zukunftstechnologien wie die Kernkraft verkümmern lassen, statt massiv in diese Segmente zu investieren. Die letzte „Hiobsbotschaft“ in dieser Hinsicht war der im November vom Bundeshaushaltsausschuss gefällte Beschluss, 11 Mio. Euro für die Weiterentwicklung der Fusionsforschung zu sperren.
Der britische Soziologe Frank Furedi spricht von einem Zeitalter des „Antihumanismus“. Gemeint ist eine Weltsicht, deren Kern in einer Herabwürdigung des Menschen besteht, wie wir sie auch in der Klimadebatte beobachten können, in der es allerorten heißt, der Mensch sei nicht in der Lage, vernünftigen Wandel und Fortschritt hervorzubringen. Vielmehr sei er gewissermaßen eine beständiger Eindämmung bedürftige Quelle anthropogener Unbill. Die Überwindung dieser „Krise des Humanismus“ erscheint uns als entscheidende Voraussetzung, um mit Herausforderungen welcher Art auch immer vernünftig umgehen zu können.
Anregende Lektüre und einen munteren Start ins neue Jahr wünscht Ihr
Thomas Deichmann
Chefredakteur
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eigener Sache |
>Ein Novo-Team arbeitet derzeit daran, das Magazin einer breiteren Leserschaft zugänglich zu machen. Das Layout soll verbessert und neue Vertriebskanäle sollen erschlossen werden. Voraussetzung hierfür ist die Kooperation mit Investoren und Förderern – auch für Leser sollen Beteiligungsmodelle eröffnet werden. Bitte melden Sie sich, wenn Sie Interesse oder Ratschläge haben.
>Novo wurde angeboten, bei einer politischen Veranstaltung, zu der im Frühsommer mehr als 1000 Gäste erwartet werden, Präsenz zu zeigen. Dies wäre mit Kosten um die 2500 Euro verbunden. Wir bitten um Ihre Unterstützung.
>Novo ist Partner der alljährlich in London stattfindenden internationalen Konferenz Battle of Ideas (www.battleofideas.co.uk). Um Ihnen dieses Ereignis näherzubringen, haben wir die Rubrik Battle in Print eingeführt. Neu ist auch unser Hörsaal, in dem wir Ihnen umfangreichere Hintergrundartikel und wissenschaftliche Abhandlungen präsentieren.
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NOVO |
Das nächste Magazin (Novo87, 3–4 2007) erscheint Anfang März. Themenvorschläge sind wie immer willkommen.
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