Editorial
Inhalt
POLITIK &
GESELLSCHAFT
Phil Mullan:
Angst frisst Habgier
Kenan Malik:
Menschen sind potenziell gleich, Kulturen nicht
Kai Rogusch:
Die Selbstaufgabe des Liberalismus
[Heft S.14]
Michael Miersch:
"Eine Ratte ist ein Schwein ist ein Hund ist ein Junge."
[Heft S.17]
WISSENSCHAFT &
ÖKOLOGIE
Colin Berry:
Risiko, Wissenschaft und Gesellschaft
[Heft S.20]
Michael Fitzpatrick:
Keine Bio-Revolution in Sicht
Interview mit Clive James:
"Der schlimmste Umweltverschmutzer ist
Armut"
Walter Krämer:
Ökochonder vergiften Lebensmittel
[Heft S.32]
Pia Rufener Al Mazyad und Klaus Ammann:
China versus Greenpeace
Dirk Maxeiner und Michael Miersch:
Die Zukunft und ihre Feinde
Auszug aus ihrem neuen Buch
[Heft S.38]
Reimar von Alvensleben:
BSE, Nitrofen und der Ökolandbau
[Heft S.42]
MEDIEN &
KULTUR
Bernd Herrmann:
Hilfe, Mord! Achtung, Buch!
Stefan Chatrath:
Brasilien ist Europameister!
[Heft S.48]
RUBRIKEN
STICHWORT
Bundestagswahlen
von Sabine Reul
FROHE BOTSCHAFT
von Dirk Maxeiner und
Michael Miersch
[Heft S.7]
SCHWERHÖRIBERT
Z wie Zeit zu gehen
von Matthias Heitmann
[Heft S.50]
|
"Der weltweit schlimmste Umweltverschmutzer ist die Armut."
Clive James über die Möglichkeiten der
Grünen Gentechnik im Kampf gegen den Welthunger und die Zerstörung
der natürlichen Ressourcen.
Warum haben Sie vor zehn Jahren den ISAAA ins Leben gerufen?
Clive James: In der Vergangenheit hatten Entwicklungsländer,
denen die Ernährung ihrer Bevölkerung immer Schwierigkeiten
bereitete, nicht patentrechtlich geschützte, konventionelle Technologien
aus dem öffentlichen Sektor des Nordens zur freien Verfügung.
Die Biotechnologie hat das Geschäftsgebaren weltweit verändert:
Zum einen werden transgene Pflanzen hauptsächlich von der Privatwirtschaft
entwickelt. Zum anderen handelt es sich um patentrechtlich geschützte
Verfahren, die zudem relativ teuer sind. Die Herausforderung bestand darin
sicherzustellen, dass den Entwicklungsländern der Zugang zu modernen
biotechnischen Anwendungen nicht verwehrt bleibt. Man brauchte eine Institution,
um eine Brücke zur Privatwirtschaft zu schlagen und diese dazu zu
bewegen, Technologie kostenlos an die Entwicklungsländer abzugeben.
Zu diesem Zweck wurde der ISAAA 1991 gegründet. Wir sehen uns als
Vermittler, die den Entwicklungsländern den freien Zugang zu Biotechnologien
verschaffen.
Warum
konzentriert sich der ISAAA auf den Süden?
Clive James: Wir betrachten es als große Herausforderung,
die Welt von morgen zu ernähren, genauer: die 815 Millionen Menschen
in den Entwicklungsländern, die gegenwärtig an Unterernährung
leiden. Täglich verhungern 24.000 Menschen. Die Aufgabe liegt darin,
auf 1,5 Mrd. Hektar Ackerland weltweit die landwirtschaftlichen Erträge
bei gleichbleibender Fläche zu verdoppeln. Man muss sich nur vor
Augen führen, dass die Menschheit in den kommenden 50 Jahren doppelt
so viel Nahrung verbrauchen wird wie in den vergangenen 10.000 Jahren
seit den Anfängen der Landwirtschaft. Afrika ist die größte
Herausforderung: In Somalia, Burundi, dem Kongo, in Eritrea, Mosambik
und Angola ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung unterernährt.
Es macht mir Mut zu sehen, dass führende Politiker in mehreren afrikanischen
Ländern - so der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki
- die Biotechnologie befürworten. Im Jahre 2001 wurde in Südafrika
erstmalig eine zur Ernährung vorgesehene gentechnisch veränderte
(GV-)Pflanze vermarktet: weißer Bt-Mais mit einer Insektenresistenz.
Soweit ich weiß, war die Nachfrage nach diesem Produkt recht groß.
Glauben
Sie, dass die Biotechnologie die einzige mögliche Lösung für
die Entwicklungsländer ist?
Clive James: Wir sollten transgene Pflanzen nicht als Allheilmittel
betrachten. Niemand aus Wissenschaft oder Industrie wird ernsthaft behaupten,
dass transgene Pflanzen in der Lage sind, sämtliche Ernährungsprobleme
zu lösen, aber sie können einen entscheidenden Beitrag dazu
leisten. Der Herausforderung, die Welt zu ernähren, kann nicht mit
einer einzelnen Strategie begegnet werden - das gilt auch für Futtermittel
und Faserstoffe. Es ist offensichtlich, dass hierbei die verschiedensten
Herangehensweisen kombiniert werden müssen. Wissenschaftler und Entwickler
sind der Auffassung, dass allein konventionelle Verfahren es uns nicht
ermöglichen werden, die Nahrungsproduktion zu verdoppeln. Das Zusammenspiel
von konventionellen Verfahren und GV-Pflanzen ist der vielversprechendste
Ansatz. Wir müssen uns eingestehen, dass die Biotechnologie auf bestimmten
Gebieten viel erfolgversprechender ist als konventionelle Verfahren. So
ist mit ihr zum Beispiel der Virenbefall von Pflanzen viel effektiver
in den Griff zu bekommen.
Was
macht Sie so optimistisch?
Clive James: Die Erfolge beim Einsatz von GV-Pflanzen in den letzten
Jahren sind sehr eindrucksvoll. Bisher hat man sich bei ihrem Anbau hauptsächlich
auf die wichtigen Futter- und Faserpflanzen konzentriert. Führend
ist hier Soja: Zwischen 2000 und 2001 stieg der Anteil von GV-Pflanzen
auf den 72 Mio. Hektar Fläche des weltweiten Sojaanbaus von 36 auf
46 Prozent. Bei Baumwolle stieg der Anteil in diesem Zeitraum von 16 auf
20 Prozent bei insgesamt 34 Mio. Hektar. GV-Raps wurde 2001 auf 11 Prozent
der 25 Mio. Hektar Ackerfläche angebaut, und GV-Mais wuchs auf 7
Prozent der weltweiten Anbaufläche von insgesamt 140 Mio. Hektar.
Betrachten wir diese vier Hauptpflanzen gemeinsam, so ergibt sich für
das Jahr 2001 eine Gesamtfläche von 271 Mio. Hektar, von der 19 Prozent
mit GV-Pflanzen bewirtschaftet wurden.
Wenn
man aber sieht, wo diese GV-Pflanzen hauptsächlich angebaut werden,
bekommt man den Eindruck, dass die Entwicklungsländer an diesem Prozess
nicht teilhaben.
Clive James: Das ist nicht der Fall. Alle drei südlichen Kontinente
- Asien, Lateinamerika und Afrika - vermarkten GV-Pflanzen. Im Jahr 2001
brachte Indonesien in Sulawesi erstmals Bt-Baumwolle auf den Markt. Und
im März 2002 traf Indien die wichtige Entscheidung zur Markteinführung
von GV-Pflanzen; Indien plant, im Jahr 2002 auf bis zu 150.000 Hektar
Bt-Baumwolle anzubauen. Zwar befinden sich gegenwärtig ca. 75 Prozent
der GV-Anbauflächen in den Industrieländern, aber die der Entwicklungsländer
wachsen stetig. Sie machen bereits ein Viertel der weltweiten Fläche
aus. Im Jahr 2001 bewirtschafteten die vier Hauptanbauländer von
GV-Pflanzen - USA, Argentinien, Kanada und China - 99 Prozent der weltweit
52,6 Mio. Hektar. Unter den vier wichtigsten Anbauländern sind zwei
Entwicklungsländer.
Noch bemerkenswerter sind die Zahlen, wenn man statt der Größe
der Anbaufläche oder der Anzahl der Biotechnologie einsetzenden Länder
die Zahl der mit transgenen Pflanzen arbeitenden Bauern vergleicht. Ungefähr
85 bis 90 Prozent der Bauern, die heute Biotechnologien einsetzen, leben
in Entwicklungsländern. Rund fünf Millionen Kleinbauern der
südlichen Hemisphäre bauen GV-Pflanzen an, in den Industrieländern
sind es hingegen nur 0,5 Millionen.
Läuft
man Ihrer Meinung nach denn nicht Gefahr, erneut den Fehler zu begehen,
armen Ländern eine Technologie zur Verfügung zu stellen, die
viel zu teuer und anspruchsvoll ist, um langfristig erfolgreich zu sein?
Clive James: Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass
die komplizierten und teuren, von der Privatwirtschaft entwickelten biotechnologischen
Anwendungen das Letzte wären, was man einem afrikanischen Kleinbauern
anbieten möchte. Doch bei eingehender Betrachtung etwa des Süßkartoffelanbaus
stellt man fest, dass gerade diese afrikanischen Bauern - zu 80 Prozent
handelt es sich hierbei um Frauen - die gravierendsten Ernteverluste durch
Virenbefall der Pflanzen erleiden. Biotechnologie kann hier beträchtliche
Wirkung entfalten, weil sie es ermöglicht, die raffinierteste Technologie,
die die Wissenschaft je hervorgebracht hat - die Gentechnologie - in die
für jeden Bauern auf der Welt einfachste und vertrauteste Technologie
zu verpacken: in das Saatgut. Auf diese Weise kommen Kleinbauern ohne
zusätzlichen Aufwand in der Handhabung in den Genuss der bedeutenden
Vorzüge der transgenen virusresistenten Süßkartoffel.
Vergleicht man den Anbau von GV-Pflanzen mit den Technologien der Grünen
Revolution, die zusätzliche Bewässerung und Düngung erfordern,
gestattet die moderne Biotechnologie in vielen Fällen ohne den Einsatz
äußerer Hilfsmittel oder besonderer Bewirtschaftungssysteme
Vorteile zu erzielen.
Wird
der Einsatz der Biotechnologie in Zukunft im selben Tempo zunehmen?
Clive James: Meiner Überzeugung nach hat die Biotechnologie
eine viel versprechende Zukunft. Man betrachte nur die rasante Entwicklung
der letzten sechs Jahre und frage Bauern nach ihrer Meinung über
GV-Pflanzen. Die Bauern sind sehr clever und wahre Meister der Risikovermeidung.
Wohl kann man sie einmal, nicht aber ein zweites Mal hinters Licht führen.
Seit 1996 baut eine stetig wachsende Zahl von Bauern immer wieder GV-Pflanzen
an - folglich haben sie gute Erfahrungen gemacht. Zwischen 2000 und 2001
erlebten wir weltweit einen 19-prozentigen Zuwachs im Anbau von transgenen
Pflanzen. Das ist annähernd eine Verdopplung gegenüber dem elfprozentigen
Zuwachs des Vorjahres. Dieses globale Vertrauensvotum führte dazu,
dass die Anbauflächen für GV-Pflanzen weltweit von 1,7 Mio.
Hektar 1996 auf 52,6 Mio. Hektar 2001 anwuchsen. Dies entspricht einer
30fachen Steigerung. Für 2002 wird eine Zunahme der Anbauflächen
für das sechste Jahr in Folge erwartet.
Sehen
Sie in den Bauern die treibende Kraft hinter der Anwendung von Biotechnologien?
Clive James: Ja. Im Jahr 2001 entschlossen sich 5,5 Mio. Bauern
in sieben Industrie- und sechs Entwicklungsländern, auf einer Gesamtfläche
von 52,6 Mio. Hektar GV-Pflanzen anzubauen. Basierend auf unmittelbaren
oder mittelbaren früheren Erfahrungen mit GV-Pflanzen haben alle
diese Bauern individuell die bewusste Entscheidung getroffen, transgene
Nutzpflanzen möglichen konventionellen Varianten vorzuziehen. Bauern
treffen traditionell sehr umsichtige Entscheidungen, was den Einsatz von
Technik betrifft, und wählen Technologien sehr sorgfältig nach
ihrem Nutzen aus. Können sich 5,5 Mio. Landwirte bezüglich GV-Pflanzen
irren? Ich denke nein. Ist ein Bauer erst einmal von der Überlegenheit
einer Technologie überzeugt, wird er versuchen, sie anzuwenden, in
manchen Fällen sogar ungeachtet der Gesetzeslage, so wie man es in
Brasilien gesehen hat. Dort kann ein Bauer im Grenzgebiet miterleben,
wie sein argentinischer Nachbar mit transgenem Soja bis zu 35 US-Dollar
mehr pro Hektar verdient. Häufig sind Bauern der Wissenschaft einen
Schritt voraus und in der Lage, alle wesentlichen Faktoren im Zusammenhang
zu sehen und in die Risikoabwägung mit einzubeziehen. Insbesondere
ressourcenarme Kleinbauern sind wahre Meister der Risikovermeidung, weil
für sie nicht nur eine Einkommenssteigerung, sondern das Überleben
auf dem Spiel steht. Somit ist es verständlich oder sogar legitim,
dass Bauern in Entwicklungsländern gelegentlich die Dinge selbst
in die Hand nehmen, wenn Regierungen nicht in der Lage sind, auf ihre
Bedürfnisse einzugehen. Illegale Praktiken sind zwar nicht gutzuheißen,
aber andererseits ist es auch bedenklich, Bauern das Recht zu nehmen,
die ihrer Meinung nach bessere Technologie anzuwenden.
China
ist ein relativ neuer Akteur auf dem Feld der Biotechnologie. Worum handelt
es sich beim so genannten "Bt-Baumwollwunder"?
Clive James: Früher wurde in China auf 6,7 Mio. Hektar Baumwolle
angebaut. Diese Fläche reduzierte sich mit der Zeit auf 4,5 Mio.
Hektar, und das nur aus einem einzigen Grund: Auf einem Gebiet von ca.
2,2 Mio. Hektar ließ sich Baumwolle nicht wirtschaftlich produzieren,
weil der Baumwollkapselwurm, ein verbreiteter Schädling, für
große Verluste sorgte. Dieser Produktionsrückgang hatte einschneidende
wirtschaftliche Konsequenzen: Der traditionelle Baumwollexporteur China
war gezwungen, eine bedeutende Menge des Rohstoffs zu importieren. Durch
den Einsatz von Bt-Pflanzen, die resistent gegen den Baumwollkapselwurm
sind, beginnt sich die Lage zu entspannen. Gegenwärtig wird in China
auf einer Fläche von 1,5 Mio. Hektar Bt-Baumwolle angebaut, also
auf rund einem Drittel der Baumwollanbauflächen des Landes. Hier
kann auf 80 Prozent der vormals eingesetzten Insektizide verzichtet werden.
Statt 20 Einsätze jährlich finden nur noch sieben statt - eine
Ersparnis von 13 Spritzungen. Das bedeutet jährlich 15.000 Tonnen
Insektizide weniger.
Inwieweit
profitieren die chinesischen Bauern davon?
Clive James: In China gibt es um die fünf Millionen ressourcenarme
Kleinbauern, die meist weniger als einen Hektar bewirtschaften und auf
0,15 bis 0,5 Hektar ihres Landes Bt-Baumwolle anbauen. Die Zahlen des
Jahres 1999 belegen, dass die Produktionskosten für Bt-Baumwolle
um 28 Prozent geringer sind als die für konventionelle Baumwolle.
80 bis 85 Prozent der Gesamteinnahmen für Bt-Baumwolle gingen in
diesem Zeitraum an chinesische Bauern. Das Einkommen chinesischer Bt-Baumwollbauern
erhöhte sich um 185 bis 400 US-Dollar pro Hektar, während das
jährliche Pro-Kopf-Einkommen der Bauern nur 250 US-Dollar betrug.
Aber
von manchen wird die Ansicht vertreten, dass die Lage in China chaotisch
und außer Kontrolle sei.
Clive James: China ist sehr pragmatisch an die biotechnologischen
Optionen herangegangen. Einige sind der Meinung, dass dort mit der frühen
Einführung einer Gesetzgebung zur Biotechnologie voreilig gehandelt
wurde. Aber die dortigen Maßnahmen zur Regulierung von GV-Pflanzen
sind mittlerweile durchaus im Einklang mit internationalen Standards.
Präsident Jiang Zemin steht vor der großen Herausforderung,
die 1,3 Mrd. Bürger seines Landes mit Nahrung, Futtermitteln und
Faserstoffen zu versorgen. Weiter muss er sicherstellen, dass es nicht
zu einem signifikanten Einkommensgefälle zwischen Stadt- und Landbevölkerung
kommt. Ein Weg, dies zu erreichen, liegt darin, die ländlichen Gebiete
mit Technologien zur Nutzung profitablerer GV-Pflanzen auszustatten.
Greenpeace
hat kürzlich gewarnt, dass Bt-Baumwolle in China zu großen
Problemen führt, da die entsprechenden Insekten schnell gegen Bt
resistent werden. Ist dieses Problem in den Griff zu bekommen?
Clive James: Niemand bezweifelt, dass die Resistenzentwicklung
von Insekten ein wichtiges Problem der Bt-Baumwolle ist. Aber es gibt
effiziente Möglichkeiten, damit fertig zu werden. In den Vereinigten
Staaten gibt es beispielsweise aus Privatwirtschaft und öffentlichen
Einrichtungen zusammengesetzte Konsortien, die gemeinsam am Thema Resistenzmanagement
arbeiten, um die Wirksamkeitsdauer der Transgene zu maximieren. Es ist
wichtig, diese Erfahrungen mit Experten auf der ganzen Welt zu teilen,
die zum Resistenzmanagement verschiedene Kontrollsysteme, wie z. B. Rückzugsorte
für die Insekten, so genannte Refugien, einsetzen. Ein weiteres Element
bei der Behandlung von resistenten Insekten ist der Einsatz von Pflanzenarten
mit hochdosiertem Bt. Bis 2003 sollten auch doppelte Bt-Konstrukte erhältlich
sein, die die Wirksamkeit von schädlingsresistenten Genen merklich
verbessern. China setzt bereits das Trypsin-CPTI-Gen in Verbindung mit
Bt ein, um verbesserte und dauerhaftere Resistenz zu erreichen. Die Entstehung
von Resistenzen gegen Bt-Baumwolle in China, auf die Greenpeace sich bezieht,
wird von renommierten Institutionen wie der "Chinese Agricultural
Academy of Science" (CAAS) beobachtet. Prof. Jia Shirong und Prof.
Yufa Peng von der CAAS haben die Behauptungen von Greenpeace widerlegt
und angemerkt, dass nur ein sehr begrenzter Datenbestand herangezogen
und eine Reihe umfangreicher Forschungsergebnisse, die den Nutzen von
Bt-Baumwolle für die Umwelt in China bestätigen, von Greenpeace
ignoriert wurde.
Welche
Bilanz würden Sie ziehen, wenn Sie die potenzielle Risken und den
potenziellen Nutzen von GV-Pflanzen gegeneinander abwägen?
Clive James: Wir befinden uns heute an einem sehr wichtigen Punkt:
Wir müssen nicht länger spekulieren und über den potenziellen
Nutzen von GV-Pflanzen reden, da uns Informationen öffentlicher,
unabhängiger Organisationen ihren vielfältigen praktischen Nutzen
bestätigen: Produktionssteigerung, ein möglicher Beitrag zur
Artenvielfalt, ein sehr bedeutender Beitrag zum Umweltschutz und, nicht
zuletzt, eine Erhöhung der Ertragsstabilität. Dies sind die
vier wichtigsten Vorzüge. Die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten
ist entscheidend. Von der Technologie können Industrie- und Entwicklungsländer
gleichermaßen profitieren. Das "United Nations Development
Programme" (UNDP) kommt in seinem "Human Development Report"
von 2001 zu dem Schluss, dass Technik, genauer Biotechnik, eine viel versprechende
Waffe im Kampf gegen Armut sein kann. Wir wissen auch, dass die Hungersnöte
der vergangenen Jahre primär durch die unbeständige Ertragslage
verursacht wurden. Hier kann Biotechnologie zu einer Stabilisierung beitragen,
insbesondere in Bezug auf biotische Belastungen durch Schädlinge
und abiotische Belastungen in Zusammenhang mit Dürre oder Versalzung
des Bodens.
Aber
die potenziellen Risiken bestehen weiterhin.
Clive James: Es gibt Risiken, aber sie sind überschaubar.
Bei der Biotechnologie ist es nicht anders als bei jeder anderen Technologie:
Sie hat Stärken und Schwächen. Einige Umweltschützer scheinen
die wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse zu diesem Thema zu ignorieren.
Es gibt in zunehmendem Maße Belege dafür, dass der Großteil
ihrer Risikoszenarien jeder realistischen Grundlage entbehrt. Eine ausführliche
Untersuchung, die kürzlich in der Zeitschrift Nature Biotechnology1
veröffentlicht wurde, kam beispielsweise zu dem Schluss, dass die
Auswirkungen unkontrollierten Gentransfers aller Wahrscheinlichkeit nach
zu vernachlässigen sind. Der Artikel beschreibt auch, wie Wissenschaftler
Probleme vorhersehen und bestehende biotechnologische Anwendungen ständig
verbessern.
Halten
Sie es nicht für sinnvoll, auf potenzielle Gefahren hinzuweisen?
Clive James: Selbstverständlich ist das wichtig. Deshalb arbeiten
gegenwärtig Tausende von Wissenschaftlern an der Biosicherheit und
anderen Problemen, während im Gegensatz dazu die Kritiker an ihrer
Philosophie des "Was wäre, wenn..." basteln, in der Regel,
ohne brauchbare Belege für ihre Thesen beizusteuern. Der Artikel
in Nature Biotechnology besagt auch, dass es keinen zwingenden wissenschaftlichen
Beleg für einen grundsätzlichen Unterschied zwischen transgenen
und konventionellen Nutzpflanzen gibt. Trotzdem bleiben einige Umweltschützer
pessimistisch und entwerfen Schreckensszenarien.
Besteht
kein Widerspruch zwischen Biotechnologie und Belangen des Arten- und Umweltschutzes?
Clive James: Es ist sicher sehr wichtig, künftigen Generationen
eine intakte Umwelt zu hinterlassen. Der Schutz der Artenvielfalt ist
dabei sehr bedeutend. Aber in diesem Zusammenhang sollten wir uns über
die relative Bedeutung einzelner umweltbelastender Faktoren im Klaren
sein. Weder Pestizide noch Industrieabfälle bilden die Hauptbelastung;
gegenwärtig ist der weltweit schlimmste Umweltverschmutzer die Armut.
1,3 Mrd. Menschen sind von ihr betroffen. Jeder führt heutzutage
das Wort "Nachhaltigkeit" im Munde, oft genug geht es dabei
eher um Philosophie als um handfeste Technologie. GV-Pflanzen können
eindeutig zur Nachhaltigkeit beitragen. Ein wichtiger Faktor hierbei ist,
dass sie kompatibel mit Ackerbausystemen sind, bei denen auf das Pflügen
der Böden ganz oder fast vollständig verzichtet wird - so genannte
"no-till-" und "low-till systems". Diese Kombination
ermöglicht es, den Wasser- und Nährstoffgehalt des Bodens zu
bewahren und die Bodenerosion zu begrenzen. GV-Pflanzen sind auch energieeffizient:
Im Jahr 2000 sparten kanadische Bauern aufgrund effizienterer Bewirtschaftung
beim "low-till"-Anbau von GV-Raps 31 Mio. Liter Treibstoff ein.
Auch die Bt-Technologie bietet bedeutende Vorteile. Damit einher geht
ein bedeutender Rückgang des konventionellen Pestizideinsatzes. Wir
geben jährlich annähernd 8 Mrd. US-Dollar für Pestizide
aus. Der Wirkstoff des Bacillus thuringiensis (Bt) wäre in der Lage,
einen bedeutenden Teil dieses Insektizidaufkommens zu ersetzen. 1999 sparte
die US-Baumwollindustrie bereits 1200 Tonnen ein. Biotechnologien zur
Einsparung von Düngemitteln sind in Vorbereitung und versprechen
ein gleichbleibendes Ertragsniveau bei einem Drittel weniger Düngung.
Auch Flächenverbrauch kann die moderne Biotechnologie verringern.
Sie ermöglicht Bauern die Verdoppelung der Produktion bei gleichzeitiger
Beibehaltung der Anbaufläche und trägt damit zum Erhalt von
Waldgebieten und dem Schutz der Artenvielfalt bei.
Strittig
ist die Frage, inwieweit Bauern von GV-Pflanzen profitieren. Was ist Ihre
Erfahrung?
Clive James: Kritiker weisen gerne verallgemeinernd auf wenige
Einzelfälle hin, in denen unter besonderen Umständen auf einzelnen
Höfen der Erfolg ausblieb. Besser wäre es, die Sache global
und langfristig zu betrachten. Aus diesem Blickwinkel bestätigt die
Fachliteratur, dass transgene Nutzpflanzen in der Regel die Produktionskosten
verringern und die Erträge steigern. So erhöhte sich etwa in
Argentinien dank des Bt-Einsatzes gegen den Maiszünsler der Maisertrag
um 20 Prozent. In Südafrika, in den Makhatini Flats in der Provinz
Kwazulu Natal, wuchs die Produktion um bis zu 40 Prozent durch Bt-Baumwolle.
Geringere Produktionskosten, höhere Erträge, ökologische
Vorteile - weltweit sind dies die Trends im Zusammenhang mit GV-Pflanzen.
1999 erzielten US-amerikanische Bauern einen Nettogewinn von 100 Mio.
US-Dollar allein durch den Anbau von Bt-Baumwolle. Es ist davon auszugehen,
dass die Bauern im mittleren Westen der USA zumindest in drei von vier
Jahren durch Einsatz von Bt-Mais gegen den Maiszünsler profitieren
werden. Weltweit betrug der geschätzte Nettogewinn für Bauern
allein aus dem Anbau von Bt-Baumwolle fast eine Viertelmilliarde US-Dollar.
Und
welche Vorteile hat der Verbraucher?
Clive James: Von verbessertem Umweltschutz und sinkenden Preisen
durch Produktivitätssteigerung profitieren die Verbraucher indirekt.
Wir sollten auch an die Gesundheit der Bauern in den Entwicklungsländern
denken, die - anders als Bauern in den Industrienationen - sowohl Hauptnahrungsproduzenten
als auch -verbraucher sind. Ressourcenarme Kleinbauern benutzen zum Schutz
ihrer Felder auf den Rücken geschnallte Handsprühgeräte.
Allein in China wenden 15 bis 20 Mio. Baumwollbauern diese Methode der
Insektenvernichtung an. Bt-Pflanzen können ihr Leben leichter und
sicherer machen. Die Bt-Technologie hat Vergiftungen durch Insektizide
unter chinesischen Kleinbauern von 22 auf 5 Prozent reduziert. Außerdem
kann der Einsatz von Bt-Pflanzen in der Maisproduktion zu einer erheblichen
Verminderung von Mykotoxinen führen - das sind Pilzgifte in Futter-
und Speisemais, die für Tiere und Menschen gleichermaßen schädlich
sein können. Die Schweiz hat für Mykotoxin bereits einen Grenzwert
von 1 mg pro Kilogramm eingeführt. Bei den Merkmalen der zweiten
Generation transgener Pflanzen wird man sich auf bessere und gehaltvollere
pflanzliche Nahrung für Mensch und Tier konzentrieren.
Woher
rührt Ihrer Meinung nach die Abneigung gegen transgene Pflanzen?
Clive James: Die ablehnende Haltung hat primär gesellschaftspolitische
Gründe, aber ich habe den Eindruck, dass sich dies langsam verändert.
Die Vorzüge, die ich beschrieben habe, werden mittlerweile von vielen
Politikern, Entscheidungsträgern und Institutionen weltweit anerkannt.
Eine der Auswirkungen ist die zunehmende Unterstützung der Biotechnologie
in den letzten zwei Jahren. Seit Sommer letzten Jahres nimmt auch die
EU-Kommission eine positivere Haltung zur Biotechnologie ein. Auf akademischem
Gebiet sollte man den von den Wissenschaftsakademien in Großbritannien,
den USA, China, Brasilien, Indien und Mexiko sowie der "Third World
Academy of Sciences" gemeinsam herausgegebenen Bericht der "Joint
Academy of Sciences" aus dem Jahr 2000 erwähnen. All diese Institutionen
unterstützen die Biotechnologie.
Halten
Sie die europäischen Pläne zur Kennzeichnung von GV-Produkten
und zu ihrer Rückverfolgbarkeit auf globaler Ebene für durchführbar?
Clive James: Ich denke, wir sollten es respektieren und darauf
reagieren, wenn die Gesellschaft nach Informationen verlangt. Aber unsere
Reaktionen müssen sich an den realen Gegebenheiten orientieren. Wir
müssen einsehen, dass dies mit erheblichen Zusatzkosten verbunden
ist. Außerdem sollten wir darauf hinweisen, dass eine Kennzeichnung
von GV-Produkten nicht bedeutet, dass irgendwelche Risiken für den
Verbraucher bestehen. Im Gegenteil: GV-Produkte werden sehr gründlich
getestet und ihre Sicherheit ausdrücklich bestätigt. Schließlich
dürfen wir die wirklich bedeutsamen Themen nicht aus den Augen verlieren:
In einigen Entwicklungsländern können nur wenige lesen und schreiben,
ein Großteil des Einkommens wird für Ernährung ausgegeben,
viele Waren sind unverpackt. Die Einführung von Kennzeichnungen und
Rückverfolgbarkeit von Waren auf globaler Ebene ist eine große
Herausforderung und nicht so leicht umsetzbar, wie manche zu glauben scheinen.
Überzogene Vorschriften führen möglicherweise dazu, dass
mittellose afrikanische und asiatische Bauern ihre Produkte nicht mehr
auf dem Weltmarkt anbieten können. Sie wären nicht in der Lage,
alle Auflagen für die Freigabe ihrer Erzeugnisse zu erfüllen.
Dies ist eine sehr reale Gefahr und einer der Hauptgründe, warum
einige Entwicklungsländer zögern, GV-Erzeugnisse zu vermarkten.
Dr. Zhangliang Chen, ein prominenter chinesischer Biotechnologe, verbringt
viel Zeit damit, seinem heimischen Publikum zu versichern, dass Biotechnologien
relativ sicher sind. Ständig muss er Fragen zur Situation in Europa
beantworten, da die Öffentlichkeit in ausländischen Medien von
einer angeblichen Bedrohung von Mensch und Natur durch die Biotechnologie
liest.
Wie
wird sich die Biotechnologielandschaft in naher Zukunft verändern?
Clive James: Wir werden erleben, dass Länder wie China nicht
nur Biotechnologien einsetzen, sondern sie auch mit anderen Ländern
des Südens teilen. China hat im Jahr 1999 annähernd 112 Mio.
US-Dollar in die Grüne Gentechnik investiert und sich verpflichtet,
diesen Betrag bis 2005 um 400 Prozent zu erhöhen. In China gibt es
70.000 Agrarwissenschaftler.
Länder wie China, Argentinien und Südafrika werden in Zukunft
eine wichtige Rolle spielen, da sie ihre Erfahrungen miteinander und mit
anderen südlichen Ländern teilen können. Dies könnte
dazu führen, dass sich die Zahl der Entwicklungsländer, die
transgene Pflanzen anbauen, innerhalb der kommenden fünf Jahre verdoppelt.
Der nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo hat kürzlich seine
Absicht erklärt, in jedem der nächsten drei Jahre eine Viertelmilliarde
US-Dollar in Biotechnologien zu landwirtschaftlichen und medizinischen
Zwecken zu investieren. Entwicklungsländer wie die Philippinen, Vietnam,
Pakistan, Brasilien, Chile, Ägypten, Kenia und Uganda werden voraussichtlich
in naher Zukunft ebenfalls eine Rolle in der Grünen Gentechnik spielen.
Die Einsatzmöglichkeiten für die Biotechnologie allein in der
Baumwollherstellung sind bedeutsam: 75 Prozent der Baumwollanbauflächen
befinden sich in Entwicklungsländern. Zehn afrikanische Staaten bauen
auf mehr als 100.000 Hektar Baumwolle an. Indonesien mit seiner Bevölkerung
von 200 Mio. Menschenbegann im Jahr 2001, Bt-Baumwolle zu vermarkten.
Indien hat eine Einwohnerzahl von einer Milliarde und vermarktet seit
2002 Bt-Baumwolle. Mit 9,5 Mio. Hektar und bis zu 30 Mio. beteiligten
Kleinbauern ist es das Land mit der weltweit größten Anbaufläche.
Warum sollte ein Baumwollbauer, der durch den Baumwollkapselwurm erhebliche
wirtschaftliche Verluste erleiden würde, nicht von den Vorzügen
der Bt-Pflanzen profitieren wollen?
Bislang
spielt Europa nur eine untergeordnete Rolle. Wird sich das Ihrer Meinung
nach ändern?
Clive James: Trotz der nur geringen Anbaufläche ist Europa
bereits eingebunden - Tendenz steigend. Auf lange Sicht wird Europa kaum
den bestechenden Vorteilen widerstehen können, die GV-Pflanzen der
Gesellschaft bieten. Europa beraubt durch das Verzögern des Biotechnologieeinsatzes
sich selbst, seine Produzenten wie seine Verbraucher. Längst werden
GV-Pflanzen in geringem Umfang in diversen europäischen Ländern
angebaut - in Bulgarien, Rumänien, Spanien und Deutschland. In Russland
plant man gegenwärtig die Vermarktung von Bt-Kartoffeln. Weitere
osteuropäische Staaten werden folgen. In immer mehr Ländern
wird der Einsatz moderner Biotechnologien ernsthaft in Betracht gezogen.
Die
Produktivität der europäischen Landwirtschaft ist denkbar hoch.
Was hätten europäische Landwirte zu gewinnen?
Clive James: Die Vorteile wären mit denen vergleichbar, die
auch in den USA, Kanada und anderen GV-Anbauländern erzielt wurden.
Der weltweite Pestizidumsatz pro Jahr beträgt annähernd 32 Mrd.
US-Dollar. Hauptanwendungen sind der Obst- und Gemüseanbau und die
Produktion von Nähr- und Futtermitteln. Europa ist ein bedeutender
Abnehmer für Schädlingsbekämpfungsmittel. Kartoffeln etwa
erfordern einen hohen Pestizideinsatz. Da bietet es sich doch an, GV-Pflanzen
wie die längst entwickelten Bt-Kartoffeln zu nutzen, um diese Pestizidmenge
deutlich zu reduzieren. Eine andere Möglichkeit eröffnet sich
bei der Zuckerrübe, einer bedeutenden Nutzpflanze Europas. Dr. Phipps
und Dr. Park, zwei europäische Wissenschaftler, schätzten jüngst,
dass, wenn EU-weit der Anbau von Mais, Raps, Zuckerrüben und Baumwolle
zu 50 Prozent in GV-Varietäten dieser Nutzpflanzen erfolgte, die
benötigte Pestizidmenge pro Jahr um 14,5 Mio. Kilogramm verringert
werden könnte (bezogen auf das gebrauchsfertige Produkt mit 4,4 Mio.
Kilogramm aktiven Bestandteilen).2 Außerdem müssten 7,5 Mio.
Hektar Ackerland weniger behandelt werden, was 20,5 Mio. Liter Dieselöl
einsparen und damit 73.000 Tonnen Kohlendioxidemissionen vermeiden würde.
Es gibt also weit reichende Einspar- und Gewinnmöglichkeiten für
die europäischen Bauern und Verbraucher.
Vielen
Dank für das Gespräch.
Aus dem Englischen übersetzt von Frank Süßdorf (Textbüro
Reul GmbH, Frankfurt/Main, www.textbuero-reul.de).
Fussnoten
1 International Service for the Acquisition of Agri-biotech
Applications (Internationaler Service für den Erwerb agrar-biotechnologischer
Anwendungen, www.isaaa.org)
2Philip J. Dale / Belinda Clarke / Eliana M.G. Fontes, "Potential
for the Environmental Impact of Transgenic Crops", in: Nature
Biotechnology, Bd. 20, Juni 2002, S. 567-574.
3 R. H. Phipps und J.R. Park, "Environmental Benefits of Genetically
Modified Crops: Global and European Perspectives on Their Ability to Reduce
Pesticide Use", in: Journal of Animal and Feed Sciences, Bd.
11, 2002, S. 1-18.

Dr. Clive James ist Gründer und Vorsitzender des "Board
of Directors of the International Service for the Acquisition of Agri-biotech
Applications" (Internationaler Service für den Erwerb agrar-biotechnologischer
Anwendungen, www.isaaa.org).
Der ISAAA, gegründet 1991, ist nicht auf Gewinn ausgerichtet. Er
fördert die Teilhabe von Regierungen und Bauern des Südens an
der modernen Biotechnologie im Bereich der Agrarforschung, um die Armut
zu bekämpfen und die Versorgung mit Nahrung und Faserstoffen sicherzustellen.
Das Interview führte Thomas Deichmann.
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