Editorial
Inhalt
KRIEG &
TERRORISMUS
Mick Hume:
Israel - der neue Buhmann des Westens
GESELLSCHAFT
Frank Furedi:
"Akzeptiere mich, so wie ich bin!"
RECHT &
DEMOKRATIE
Kai Rogusch:
Totale Grundrechte
[Heft S.16]
BIOTECHNOLOGIE
Thomas Deichmann:
Mythen und Fallstricke der Künast-Verbraucherpolitik
Thomas Deichmann:
Schattenboxen um transgenen Raps
Thilo Spahl:
Mutierter Mais überrennt Mexiko
[Heft S.29]
John Conroy:
Warum Brasilien nicht gentechnikfrei sein sollte
[Heft S.30]
Klaus M. Leisinger:
Ein zusätzlicher Pfeil im Kampf gegen den Welthunger
[Heft S.36]
Holger Bengs:
Wer motiviert unsere Risikokapitalgeber?
[Heft S.41]
Graham Brookes:
"Gentechnikfreie" Politik schadet
der Europäischen Union
Joachim Schiemann:
Sicherheitsforschung bedeutet nicht Sicherheitsrisiko
[Heft S.46]
Hans-Joachim Maes:
FDA beendet faule Tricks
[Heft S.48]
Peter Treue:
Wenn der Mond auf den Hintern scheint
POLITIK & KULTUR
James Heartfield:
"Diese Politik ist nicht grün, sondern menschenfeindlich"
[Heft S.58]
Sonja Vogel:
Jugoslawien oder Im permanenten Ausnahmezustand träumen
[Heft S.62]
Brendan O'Neill:
Antirassismusexperten befördern, was sie verhindern wollen
[Heft S.66]
Thomas Leif:
Die Jubelnden von Berlin oder Die Macht der großen Zahl
[Heft S.68]
Levan Gvelesiani und Claus Hagenhoff:
Eine Zukunft ohne Hook und Ahab
[Heft S.72]
FUSSBALL-WM
Bernd Herrmann:
Fußball ist Fußball
Klaus Bittermann:
Das Lob der Stilblüte
[Heft S.81]
Stefan Chatrath:
Warum Deutschland bei den Luschen angekommen
ist
Stefan Chatrath:
"Wollen wir erfolgreich sein, müssen wir nach vorne investieren"
[Heft S.85]
Duleep Allirajah:
Die Kommerzialisierung hat den englischen Fußball gerettet
[Heft S.86]
Stefan Ehrhardt:
Die große Lustlosigkeit
[Heft S.89]
Dietrich Schulze-Marmeling:
Nicht nur Fußball: Kleine Geschichte des World Cup
[Heft S.90]
Dominic Standish:
"Wenn sie mich auspfeifen, dann tun sie das, weil sie mich fürchten"
[Heft S.94]
Matthias Heitmann:
Frieden schaffen ohne Fortschritt: Fußbälle für die Dritte
Welt
[Heft S.96]
RUBRIKEN
STICHWORT
Amoklauf
von Sabine Reul
FUNDSTÜCK
Die zum zweiten Mal in den selben Fluss steigen...
vonSait Amnamtieh
[Heft S.11]
OBACHT
Bio-Terroristen attackieren Zürich
von Theodor Spüli
end of sex.
as we know it.
von Michael Najjar
[Heft S.50]
FROHE BOTSCHAFT
von Dirk Maxeiner und
Michael Miersch
[Heft S.61]
EINSPRUCH
Nikotin schlimmer als Heroin?
von Hans-Joachim Maes
[Heft S.74]
BÜCHER
von Gunnar Sohn & Jon Holbrook
[Heft S.75]
SCHWERHÖRIBERT
Y-Chromosom und Fußballwahrheit
von Matthias Heitmann
[Heft S.98]
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Verfallsdatum
Verbraucherschutzpolitik liegt im Trend. Je weniger die Bürger zu
den Wahlurnen gehen und je mehr das Interesse an den Vorgängen in
der parlamentarischen Arena verkümmert, desto mehr zeigen Politiker
sich bemüht, den Bürger als Verbraucher durch Wahlmöglichkeiten
anderer Art an sich zu binden. Er wird "empowert", indem man
ihm in den Supermärkten vermeintlich sinnvolle neue Alternativen
bietet. Noch besser klappt diese Art Wählerbindung, wenn man Leute
aufschreckt und ihnen dann Schutz vor der wirklichen oder angeblichen
Gefahr in Aussicht stellt. Bei diesem Spiel mit der Angst lässt sich
politische Handlungsfähigkeit demonstrieren. Und die Gentechnik bietet
hier offenbar ein reiches Reservoir an Themen.
In
Deutschland ist diese Politikform am weitesten gediehen. Vergangenes Jahr
wurde hierzulande ein neues Verbraucherschutzministerium (BMVEL) gegründet.
Ministerin Renate Künast (B'90/Grüne) kümmert sich seitdem
um die traditionellen Ressorts Landwirtschaft und Ernährung. Ihre
Politik wird meist unkritisch abgenickt und oft gepriesen. Welch hohen
Preis die Gesellschaft dafür zahlt, erfahren Sie in diesem Novo.
Glücklicherweise
gibt es erste Anzeichen dafür, dass das Verfallsdatum der Verbraucherschutzpolitik
Renate Künasts bald abgelaufen sein könnte. Neue Umfragen aus
dem Hause Allensbach deuten darauf hin, dass Haltungen wie "Der Verbraucher
will keine Gentechnik" längst überholt sind. Eine auszugsweise
in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 2.12.01 veröffentlichte
Allensbach-Studie titelte jedenfalls kurz und knapp "Gentechnik ist
gut". Die Meldung bot einen kleinen Einblick in den Stimmungswandel
der Bevölkerung, die offenbar nackten Tatsachen und Fakten weit mehr
Glauben schenkt als Frau Künast recht sein mag. Auftraggeber der
Studie war das Bundespresseamt in Berlin, von dem auf Anfrage lediglich
eine Kurzfassung
bereitgestellt wurde. Die Bundesregierung kümmert sich offenbar darum,
dass die wohl eher unerwünschten Untersuchungsergebnisse nicht an
die breite Öffentlichkeit gelangen. Wie sonst sollte Künast
sich weiter diffuser Ängste gegen die modernen Biowissenschaften
bedienen und sich gleichzeitig als Verbraucherschützerin profilieren?
Anlässlich
der Fußball-WM präsentieren wir Ihnen in diesem Heft einen
Schwerpunkt der besonderen Art. Wer sich schon lange fragt, warum selbst
der deutsche Fußball nicht ganz das ist, was er einmal war, erfährt
hier einiges.
Ich
wünsche Ihnen eine anregende Lektüre
Thomas Deichmann
Chefredakteur

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BITTE NOTIEREN |
>
Michael Najjar lebt als freier Fotograf und Künstler
überwiegend in Berlin. Er lieferte das Fotomaterial für
unser aktuelles Doppel-Cover - passend zu den beiden Schwerpunktthemen
Verbraucherschutz und Fußball-WM. In der Mitte des
Heftes stellt er eines seiner neuen Projekte vor. Najjars
Website findet sich unter www.michaelnajjar.com.
> Das britische "Institute of Ideas" veranstaltet
am 30. Mai 2002 in London die Debatte "A Posthuman
Future?". Hauptredner sind Francis Fukuyama, Autor
von Our posthuman future, und Gregory Stock, Autor
von Redesigning Humans. Informationen zur Veranstaltung
gibt's unter www.instituteofideas.com
(Tel. +44-207-2699230).
> Vom 9.-14. Oktober 2002 findet die Frankfurter Buchmesse
statt. Novo ist wieder mit einem Stand vertreten. Informationen
gibt's unter www.buchmesse.de.
> Im November 2002 hat Novo wieder ein Jubiläum. Im
Januar 2001 feierten wir mit Lesern und Autoren die 50ste
Ausgabe unseres Magazins. Im kommenden November hat Novo seinen
10ten Geburtstag. In welchem Rahmen wir feiern, ist noch unklar
- Vorschläge sind herzlich willkommen.
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NEXT NOVO |
>
Das nächste Magazin (Novo60, 9-10 2002) ist als Einzelheft
geplant und wird im September erscheinen. Ein Schwerpunktthema
war bei Redaktionsschluß noch nicht festgelegt. Klar
ist nur, dass die Biowissenschaften wieder gebührend
behandelt werden. Und zu den Bundestagswahlen gibt es sicher
auch gescheite Artikel.
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