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Inside Eltern werden
ist nicht
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Karin Jäckel widerspricht der Ansicht, das der Wunsch der Gesellschaft nach Familie begraben wurde. Fern von der Wirklichkeit steht deshalb die rot-grüne Familienpolitik.
Was
in den 68er-Jahren in einer studentischen Minderheit mit dem locker-flockigen
Spruch "Wer zweimal mit demselben pennt, gehört schon zum Establishment"
begann, findet heute seinen Niederschlag in der ganzen Gesellschaft. In ist statt der Dauer-Ehe die locker wechselnde Lebensabschnittspartnerschaft bindungsschwacher Singles im Wohngemeinschaftsstil mit oder ohne Kinder, die so lange hält, wie der Kühlschrank voll ist. Stilecht im sozialistischen Wortlaut Friedrich Engels' könnte man auch sagen, sie hält so lange, bis "die Dauer des Anfalls der individuellen Geschlechtsliebe" vorbei ist und die Trennung oder Scheidung "für beide Teile wie für die Gesellschaft zur Wohltat" wird. Diese "Wohltat" spüren vor allem die Kinder. Ihre "Pflege und Erziehung" ist zwar juristisch Pflicht und Recht der Eltern, wird aber getreu der sozialistischen Lehre immer umfassender zur "öffentlichen Angelegenheit", damit endlich dem "Anfall der individuellen Geschlechtsliebe" nachgegeben werden kann. Und zwar ohne das "moralische wie ökonomische Moment" der Sorge vor einer eventuellen Elternschaft und der damit einhergehenden Familienarbeit. Spätestens seit Simone de Beauvoir ist diese ja als der Klotz am Bein der Frau verpönt, welcher ihr die als allein selig machend verkündete Berufstätigkeit als Garant der Selbstverwirklichung raubt. Da nahezu jedes zweite Ehepaar bindungsschwach ist, kommen zu den Millionen von der "Wohltat" der Scheidung bereits profitierender Kinder alljährlich rund 160.000 weitere hinzu. Nicht zu vergessen alle jene Kinder, die schon im Mutterleib "aus sozialen Gründen" abgetrieben oder durch mildtätige Einrichtungen wie die vielerorts zur Verfügung stehende "Babyklappe" oder "Babytür" aufgefangen werden. Immerhin stehen dahinter ein aufgewärmtes Bettchen und ein Heimerziehungsplatz für die ungeliebten und ungewollten "Folgen" der "rücksichtslosen Hingabe eines Mädchens an den geliebten Mann" bereit. Wie es heißt, soll mit diesem hoffentlich Leben rettenden Angebot der Kindesmord verhindert werden, den insbesondere junge, ebenso verzweifelte wie überforderte Mütter an ihren frisch geborenen Säuglingen begehen. Wer nun annimmt, dass die politischen Ziele der "Sachverwalterinnen der Fraueninteressen" und ihr gebetsmühlenartig wiederholter Abgesang für die Familie mit den Wünschen im Volk identisch sind, der irrt. Brandaktuelle Umfragen des Bundesfamilienministeriums unter Frauen in Gesamtdeutschland belegen, dass 65 Prozent die politische und gesellschaftliche Diffamierung der nicht erwerbstätigen Familienfrauen beklagen, 56 Prozent gern länger bei ihrer Familie zu Hause bleiben würden, anstatt ihre Kinder schon im Säuglings- oder Kleinkindalter in die Fremdbetreuung abzugeben, und dass 49 Prozent zur Verwirklichung dieser Wünsche die Einführung eines "Müttergehalts" als "reguläres Einkommen für Frauen, die Kinder erziehen" verlangen. Vom politisch immer wieder erklärten out für die Institution Familie kann in der gelebten Wirklichkeit also nicht die Rede sein. Noch eindeutiger als unter Erwachsenen ist das Pro-Familien-Votum der Kinder und Jugendlichen, welches z.B. in der "Shell-Studie 2000" veröffentlicht wurde. Sie alle erträumen als größtes Glück eine heile Familie mit Mutter, Vater und am liebsten auch mit Geschwistern. Sie wünschen sich weder Markenklamotten noch teure Konsumartikel oder kostspielige Reisen, sondern in erster Linie mehr Zeit von und mit ihren Eltern. Und sie leiden so sehr unter der Trennung oder Scheidung ihrer Eltern, dass sie das damit verbundene traumatische Erlebnis des Verlustes lebenslang nicht oder nur schwer verwinden. Im Vergleich zu Kindern aus intakten Familien erleben Scheidungswaisen ein vielfach höheres Risiko, selbst einmal geschieden zu werden. Ungeachtet
dieser Volkswirklichkeit und den bekundeten tatsächlichen Bedürfnissen
bringen rot-grüne Politikerinnen gegenläufige Gesetzesnovellen
ein, mit denen sie soziale Gerechtigkeit z.B. in Form der Umverteilung
des staatlichen Kindergeldes weg von besser verdienenden Eltern hin zu
Eltern mit niedrigerem Einkommen erzwingen wollen. Wer
wirklich glaubt, die sozialistische "Wohltat" der Scheidung
beglücke, die Entprivatisierung der Familien verbessere die Welt
und nur der berufstätigen Frau gehöre die Zukunft, ist ein armer
Tor. Die Zukunft sind Kinder und zwar sie allein. Wer keine hat, lebt
allenfalls kurze Gegenwart. Und das gilt nicht nur für Männer,
die von Feministinnen so gern als Fehlkonstruktion der Natur abgebügelt
werden. Das gilt auch für Frauen. Eines
dieser seit Urzeiten und bis heute geltenden archetypischen Bedürfnisse
ist es, eine heile Familie und Kinder bzw. Mutter und Vater zu haben und
in liebevoller Geborgenheit aufzuwachsen. Das Grundgesetz verpflichtet
den Staat zum Schutz dieser Familie. Dazu gehört die Zukunftssicherung
ebenso wie die persönliche, private Zuständigkeit von Eltern
für ihre Kindern sowie eine die Gegenwart sichernde Steuerentlastung
für alle Familien mit Kindern. Ein wirksames Mittel zur Entlastung von Eltern und der Zukunftssicherung von Kindern wäre das nicht nur von 49 Prozent aller Frauen in Ost- und Westdeutschland, sondern auch von immer mehr Familienforschern, Juristen und Wissenschaftlern geforderte Erziehungs- oder Müttergehalt als reguläres Einkommen, das sich an vergleichbaren Leistungen für professionelle Kindererziehung ausrichtet. Leider haben sich jüngst die rot-grünen Politikerinnen zum wiederholten Male vehement dagegen ausgesprochen und unterstellt, dies sei eine von Männern inszenierte Forderung mit dem Ziel, Frauen zurück an den Herd zu stellen. Ebenso
wirksam wäre es, Familien ein Kinderwahlrecht zu erteilen, welches
sich an der Kinderzahl orientiert und Eltern bis zur Volljährigkeit
der Kinder berechtigt, in Namen ihrer Kinder zu wählen. Diese Erhöhung
der Stimmenanzahl von Eltern würde die im Vergleich zu Singles und
Kinderlosen geringere Anzahl der Familien als Wählerpotenzial attraktiver
machen und automatisch ihren Bedürfnissen mehr politisches Gewicht
verleihen. Verfassungsrechtlich möglich wäre ein solches Kinderwahlrecht
ohne große Umschweife, wie beispielsweise die Hamburger Justizsenatorin
Lore Peschel-Gutzeit überzeugend darlegte. Entsprechendes Gehör
fand eine dem Petitionsausschuss eingereichte Petition bisher allerdings
nicht.
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Wir spüren in den Nischen des globalen intellektuellen Diskurses Ideen und Konzepte auf, die Wege aus der aktuellen geistigen und politischen Stagnation weisen können... >>
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