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NOVO 50/51

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Wer liest NOVO
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Wer liest NOVO und warum

Hier für Sie ein paar Worte über NOVO von prominenten Lesern und Anhängern anlässlich der Herausgabe der 50. Ausgabe im Januar 2001. Überzeugen auch Sie sich, werden Sie Abonnent und empfehlen Sie NOVO weiter...




Es sei weitaus schwieriger, über eine Sache zu reden als sie zu tun, sagte Oscar Wilde. NOVO befasst sich auch mit solchen Themen, bei denen das womöglich gar zutrifft: Die Zeitschrift leistet sich politischen Verstand.

Franziska Augstein (Feuilleton-Korrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Berlin)

 

Was scheren uns die Tatsachen? Hauptsache, die Moral von der Geschichte stimmt. Bei NOVO-Autoren ist das anders: die gucken hin, auch wenn ihnen nicht passt, was sie sehen. Was früher progressiv war, ist heute Regierungslinie. Manch Zeitgeistritter hat's bis heute nicht gemerkt. NOVO-Autoren schert das nicht. Sie sind irgendwie immer in Opposition. Was einstmals die taz war, könnte NOVO werden: eine Zeitschrift, die man braucht, weil alle anderen das gleiche schreiben. Fußnote: nur nicht verbiestern dabei! Und keine Rechthaberei! Ansonsten - weiter so!

Cora Stephan (Publizistin)

 

Was ich an NOVO mag, ist der gnadenlos unorthodoxe Blick auf die Welt. Die Lektüre ist ein reflexionsanregendes Wechselbad: Beim Lesen eines Artikels klatsche ich begeistert Bravo, schon auf der nächsten Seite ärgere ich mich maßlos und stelle doch fest, dass ich vielleicht meinen eigenen Standpunkt noch mal überdenken müsste.

Matthias Bischoff (Cheflektor Eichborn Verlag)

 

NOVO verlässt die ausgetretenen Pfade und richtet den Blick nach vorne, fern vom Zeitgeist.

Roger de Weck (Chefredakteur Die Zeit)

 

Wehleidigkeit und Larmoyanz sind auch Formen von Intoleranz. Gegen die "Betroffenheitspolitik", die im Namen dieser Form der Intoleranz betrieben wird, ist NOVO das wirksamste publizistische Gegengift.

Detmar Doering (Liberales Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung)

 

In Abwandlung einer viel zitierten Maxime: Bevor man etwas verändern kann, muss man es neu interpretieren. NOVO ist nicht schlecht darin.

Katharina Rutschky (Publizistin)

 

NOVO enthält Sprengstoff: Kommentare, die für Gentechnik plädieren, Analysen, die feministische Phrasen zerlegen und Artikel, die Homöopathie als Aberglaube entlarven. Eine Streitschrift, die mitten im Jammertal Fortschrittsoptimismus fordert und frech behauptet, man könne die Zukunft positiv gestalten. Die scharfe Rationalität des Magazins NOVO ist Labsal für kritische Geister. Darin ist alles vertreten, was in der deutschen Gesinnungselite heftiges Stirnrunzeln auslöst. Diese Frechheit aus Frankfurt könnte ein Forum für alle werden, denen die Selbstgerechtigkeit dieser Elite zunehmend auf den Geist geht.

Michael Miersch (Publizist, zit. aus Die Welt)

 

NOVO spart mir Zeit und verändert meine Lesegewohnheiten: Auf rund 300 NOVO-Seiten pro Jahr finde ich mehr unabhängige Gedanken als auf vielen tausend Seiten der deutschen Leitmedien.

Dirk Maxeiner (Publizist)

 

Mit Lust am Streit macht sich NOVO daran, in jeder Nummer das große Einverständnis zu stören: Fragwürdige wissenschaftliche Begründungen für die landläufige Technikfeindschaft werden ebenso bloßgestellt wie die Gemeinplätze des gängigen "Opferkults" oder die Hysterien bei der Sorge um Gesundheit. Überzeugend ist NOVO immer da, wo es zeigen kann, wie aus Angst und Abwehr Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten hingenommen werden. Paternalistische Schutzreflexe schlagen eben leicht um in Bevormundung. Dagegen setzt die Zeitschrift eine Mischung aus hedonistischem Individualismus, der für die Verantwortung des Einzelnen plädiert, und Interesse an einer libertären Demokratie. Hier liegt wohl die größte Chance für NOVO. Die Frankfurter Zweimonatszeitschrift möchte gern das intellektuelle Zentralorgan der Wende werden.

Heribert Seifert (Neue Zürcher Zeitung)

 

NOVO ist mit seinen kritischen Argumenten meistens einen Tick weiter als die Karawane.

Winfried Hassemer (Richter des Bundesverfassungsgerichts)

 

NOVO beherrscht die hohe Kunst, eine äußerst bizarre Mischung aus unterschiedlichsten Artikeln und Autoren in einem Heft unterzubringen und hat außerdem den nettesten Chefredakteur, den es in der Bunzreplik gibt. Dass diese Zeitung 50 Nummern erreicht hat, gehört zu einem der ganz großen Rätsel der Zeitungsgeschichte, wenn nicht sogar Weltgeschichte.

Klaus Bittermann (Verleger Edition Tiamat)

 

N=neu O=offen V=vielfältig O=objektiv

Karin Jäckel (Publizistin)

 

Gegen den politischen Zeitgeist, für die Freiheit der Gedanken - NOVO steht dafür. Hoffentlich noch viele, viele Ausgaben...

Helmut Ortner (Autor)

 

Mit Albert Einstein bemerke ich über NOVO: "Any intelligent fool can make things bigger, more complex, and more violent. It takes a touch of genius - and a lot of courage - to move in the opposite direction." Weiter so!

Albert Sellner (Herausgeber P.O.D. Print Publishing on Demand)

 

Sie machen eine unglaublich tapfere und sogleich so angenehm unpolemische, klare Zeitung. In den besten Momenten etwas, was Der Spiegel, hauptsächlich auf Alltagskriegsgewinn aus, schon lange nicht mehr hat, und im Grundzug wohl auch nie hatte, höchstens in Ausnahmegestalten wie Gerhard Mauz, dem Sonderfall eines gerechten, aufklärerischen, dabei immer Fragen entdeckenden Berichterstatters - das aber ist bei NOVO der Grundzug.

Peter Handke (Schriftsteller)

 

In der NOVO-Redaktion wird verstanden, Kritik hat ihre Funktion nicht in übler Nachrede, sondern insofern sie Probleme derart aufzeigt, dass sie als lösbar erscheinen. Die Mühe, etablierte Gewissheiten in Frage zu stellen, wird von NOVO nicht gescheut, auch und gerade wenn der Wind ins Gesicht bläst. Es gibt keine Gewissheit, die auf ewig gilt, und es gehört Mut dazu, sich auf unsicherem Terrain zu bewegen, dort, wo es scheinbar nicht mehr weitergeht.

Ingo Schramm (Schriftsteller)

 

Es ist erfreulich, dass es NOVO gibt, eine Zeitschrift, die über den Mut und die analytische Brillanz verfügt, den Klischees, Mythen und Hysterien gegenwärtiger öffentlicher Diskurse entgegenzuwirken und Wege zu einer offenen, vorurteilsfreien Analyse der bedrängenden Probleme unserer Zeit zu weisen. Ganz besonders danke ich Ihnen für Ihre mutige Haltung zum Kosovo-Konflikt und die prägnante Darlegung der Mechanismen "westlicher" Kriegs-Propaganda. Ich wünsche NOVO noch viele Jahre des kritisch-konstruktiven Einspruchs. Machen Sie weiter so!

Armin A. Wallas (Institut für Germanistik, Universität Klagenfurt)

 

NOVO ist die zarteste Versuchung, seit es Positivismus gibt. Mir als notorisch adornitischem Kulturpessimisten entlockt der NOVO Think Pink zumeist ein Schmunzeln, bisweilen auch einen kräftigen Fluch - dammit, fucking old Fritze Engels is back in town. Aber wenn's denn gegen die rotgrünen Bastarde geht, müssen auch strange bedfellows zusammenfinden, oder? The good, the bad and the ugly - entscheidend ist doch, wer besser trifft. In diesem Sinne: Stay alive, NOVO - and, as Stella sings: Finger on the Trigger of the Years to Come!

Jürgen Elsässer (Konkret-Redakteur und Autor)

 

Ich schätze NOVO, weil es sich nicht von jenen einschüchtern lässt, die den gesunden Menschenverstand durch die Political Correctness ersetzen wollen.

Edgar Gärtner (Fachredakteur und Unternehmensberater)

 

Kein Abfinden mit Plattitüden und Altersweisheiten. NOVO setzt dankenswerterweise mit jeder Ausgabe aufs Neue den linken Mainstream intellektuell unter Druck. Fundierte Analysen und Kritik am herrschenden Zeitgeist, wenn auch bisweilen etwas zu sehr fortschrittsgläubig - allemal besser aber als die Technikfeindlichkeit und die ungezählten Denkverbote insbesondere in der Linken.

Rüdiger Göbel (Tageszeitung junge Welt)

 

Für NOVO: Wer gegen den Strom schwimmt, hat die Chance, dem Ozean der Mittelmäßigkeit zu entrinnen. Wer gegen den Strom schwimmt, muss gute Gründe dafür haben, denn der Preis ist nicht nur Einsamkeit, sondern Gegnerschaft. Wer gegen den Strom schwimmt, stellt persönliche Überzeugung über den Applaus der Massen. Wer gegen den Strom schwimmt, tut dies aus Überzeugung (das ist ehrenwert) oder aus Sturheit (das zeugt für Mangel an Intelligenz). Wer gegen den Strom schwimmt, muss sein Ziel genau kennen, Wegweiser gibt es nicht. Wer gegen den Strom schwimmt, schafft sich keine Freunde; wer dabei Gefühle verletzt, muss mit Feinden rechnen. Wer gegen den Strom schwimmt, bricht Regeln. Nun wer versteht, den Regelverstoß wohl zu dosieren, intelligent zu verpacken und mit einer guten Prise Chuzpe zu würzen, kann auf Erfolg hoffen. Wer gegen den Strom schwimmt, wird schlank. Wer Glück hat, kommt an. Wer mit seiner Energie nicht Haus hält und die Strecke unterschätzt, droht schließlich doch im Ozean der Mittelmäßigkeit zu enden.

Klaus Lampe (ehem. Regierungsberater und Mitarbeiter der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit)

 

Das Magazin NOVO setzt "auf das evolutionäre Potenzial einer freiheitlichen und zivilen Gesellschaftsvision". Was hochtrabend klingt, birgt in der Tat spannende Inhalte aus Politik, Gesellschaft und natürlich Wissenschaft.

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