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EXPO 2000: Zukunft von Gestern ? 12
EXPO 2000: Ausflug ins Denken mit Grenzen 15 Der Öko-Wolf
im Schafspelz 16
Vision: Nachhaltige Stagnation? 18
Zu leichte Kost mit fetter Ideologie 20
Binsenwahrheiten für morgen aus dem letzten Jahrhundert 22
Ein Ausstellungsgebäude mit Nachnutzung zu koppeln, ist absurd 24 Ying Yang
Kling Klang 28
Brave One World mit einem Hauch Dritte-Welt-Romantik 32
Nachhaltige Entwicklung ist für Afrika eine Sackgasse 34
Aus materieller Not soll ideelle Tugend werden 36
Metamorphosen einer Weltausstellung: Mumpitz, Mystik, Mutationen 38
Die stumpfe Klinge einer dumpfen Kritik
WISSENSCHAFT UND ÖKOLOGIE 40 Der
Cyborg als reale Zukunftsvision 42
Kindern die Umweltsünden austreiben 43
Das schmeckt den deutschen Bedenkenträgern
MEDIEN UND KULTUR 44 Der Welt flachster Dom steht in
London
WELTGESCHEHEN 47 Wenn
die Politik ausbleibt, verschwindet die Hoffnung
12
Nichts hat die EXPO mit dem Fortschrittsgeist einstiger Weltausstellungen
zu tun. Den Besucher erwarten keine Superlativen, sondern nachhaltige
Understatements. Aitak Walter-Barani und Philipp Kissel berichten wie
selbst die Industrie technische Errungenschaften negiert. 18 Die Frage "Was braucht der Mensch?" will die Buchreihe zur EXPO beantworten. Doch was herauskommt sind abenteuerliche und nebulöse Ernährungstheorien, die jedweder Wissenschaftlichkeit entbehren, findet Thilo Spahl. 28 Auf der EXPO werden nur Projekte von Entwicklungsländern vorgestellt, die dem Leitbild der "nachhaltigen Entwicklung" folgen. Dieses Konzept verlangt von ihnen, dass sie sich mit ihrer jetzigen Situation begnügen und auf Fortschritt verzichten, kritisiert Aitak Walter-Barani. 32 Der schwarze Kontinent kann es sich nicht leisten, sich nachhaltig zu entwickeln. Der Erdteil braucht schleunigst moderne Technologie und Investitionen, warnt DeRoy Kwesi Andrew. 40 Künstliche Organe werden immer perfekter und bald auch besser als ihre natürlichen Konterfeis. Auch Teile des Gehirns werden in absehbarer Zeit nachbaubar sein, sagt Frank Prengel. 44 Die Macher der Weltausstellung in Hannover haben Probleme, mit ihrem Ausstellungskonzept zu begeistern. Dabei hätten sie am Millennium Dome in London lernen können, wie man es nicht macht, meint James Heartfield. 47 Deutschland wolle sich verstärkt um den schwarzen Kontinent kümmern, verkündete Außenminister Joschka Fischer während seines Afrikabesuchs. Doch die "Realpolitik" lässt jegliche Perspektive für Afrika vermissen, findet Sabine Beppler. |
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Wir spüren in den Nischen des globalen intellektuellen Diskurses Ideen und Konzepte auf, die Wege aus der aktuellen geistigen und politischen Stagnation weisen können... >>
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