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Inside INTERVIEW
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Bei der Weltausstellung EXPO 2000 wird Technik in den Hintergrund treten. Statt dessen soll das Gleichgewicht zwischen Mensch, Natur und Technik betont werden. Novo-Autorin Aitak Walter-Barani sprach mit Birgit Breuel, Generalkommissarin der EXPO 2000, über den Wandel der Ausstellung.
Birgit Breuel: Die EXPO 2000 ist eine Weltausstellung neuen Typs und wird keine Leistungsschau technischer Superlative sein. Sie soll Möglichkeiten zeigen, wie der Mensch mit einer Technik, die ihm zu dienen hat, ein neues Gleichgewicht mit der Natur finden kann. Angesichts der ökologischen und ökonomischen Herausforderungen der Zukunft hat die internationale Staatengemeinschaft als verbindliches Leitthema "Mensch - Natur - Technik: Wie eine neue Welt entsteht" für eine Weltausstellung beschlossen. Da nichts ermutigender ist als funktionierende Beispiele, hat die EXPO unter diesem Leitthema einen weltweiten Suchprozeß nach Lösungen in Gang gebracht. Als weltweite Projekte sind Hunderte von beispielhaften Projekten ausfindig gemacht und für die Weltausstellung registriert worden.
Birgit Breuel: Das Leitthema der EXPO ist den Zielsetzungen der Agenda 21 verpflichtet, also dem Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert der Konferenz von Rio de Janeiro 1992. Zentraler Begriff der Agenda 21 ist die Nachhaltigkeit. Dort heißt es: "Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können." Nachhaltigkeit ist also eine Überlebensfrage, heißt wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziale und kulturelle Verantwortung sowie schonender Umgang mit Ressourcen. Die Realisierbarkeit von Nachhaltigkeit an konkreten Beispielen darzustellen ist nun Aufgabe der EXPO in Hannover.
Birgit Breuel: Nein, diese Vorwürfe kann ich nicht nachvollziehen. Sowohl mit ihrer Architektur, mit ihren Bauten als auch mit ihrer gesamten Organisation wird die EXPO selbst einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit leisten. Wir hinterlassen keine Bauruinen, wir pflegen einen schonenden Umgang mit den Ressourcen, und wir stellen den öffentlichen Personenverkehr in den Mittelpunkt der Verkehrsplanung. Was die Unterhaltung angeht: Ich glaube, man erreicht bei den Menschen gar nichts, wenn man stets nur Untergangsszenarien entwirft und Endzeitstimmung verbreitet. Wir gehen die Thematik positiv an, zeigen funktionierende Beispiele und verbreiten damit Zuversicht und Optimismus. Klar ist auch: Wenn Millionen von Menschen zusammenkommen, wollen sie sich auch näherkommen, ein Fest feiern, fröhlich sein und sich unterhalten. Das ist kein Gegensatz zum inhaltlichen Anspruch.
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Wir spüren in den Nischen des globalen intellektuellen Diskurses Ideen und Konzepte auf, die Wege aus der aktuellen geistigen und politischen Stagnation weisen können... >>
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